Ausrüstung: Die richtige Schwimmweste finden

Die richtige Schwimmweste ist immer wichtig. In der bevorstehenden kalten Jahreszeit wird sie noch wichtiger, als sie im Sommer ohnehin bereits ist. Und natürlich gibt es für jede Disziplin geeignete und weniger geeignete Schwimmwesten. Ich habe mal diverse Schwimmwesten von Hiko in Bezug auf Disziplinen miteinander in Beziehung gesetzt.

Grundsätzlich ist es für jede Schwimmweste erstrebenswert, die Bewegungsfreiheit des Kanuten möglichst nicht einzuschränken, möglichst viel Auftrieb zu erzeugen und noch großartig auszusehen. Die Meisten Disziplinen fordern zusätzlich Stauraum. In diesem Koordinatensystem bewegen sich verschiedenen Kompromisse. Quasistandard sind verstellbare Gurte an den Schultern und oder der Taille. Die Verwendung von Nylon 210D, einem abriebresistenten Nylon, ist ebenso obligatorisch.

Für Seekajaker und die langen großen Touren

Für die See, die Küste und lange Flusstouren ist es wichtig, dass die Schwimmweste besonders gut ausgestattet ist. Es müssen Schlüssel, Snacks, Karabiner, Messer, Geld und viele andere kleine Dinge untergebracht werden. Ein Handy kann in der Not Leben retten. Wärme und Isolation kommt bei jeder Weste praktisch frei haus. Denn natürlich ist eine Schwimmweste immer auch ein hervorragender Wärmespeicher. Einige Hersteller fördern im Zuge ihrer Entwicklungsarbeit gezielt das Wärmeverhalten der Schwimmweste.

Es ist wichtig, auf auf Wildwasser, dass mindestens zwei Mitglieder in der Gruppe irgendwo einen Wurfsack unterbringen können, ohne davon behindert zu werden. Zwei natürlich für den Fall, dass gerade der Falsche kentert.

Eine, die diese Eigenschaften mitbringt, ist die Hiko Aquiatic Schwimmweste. Sie hat die Wurfsacktasche, ist wärmeoptimiert und bietet viele Täschchen, um jeglichen Kleinkram unterzubringen.

Falls der Wurfsack nicht verwendet wird, kann dort ein Trinkwassertank untergebracht werden. Die Schläuche können durch die vorhandenen Kanäle in der Weste verlegt werden. Die Leuchtgeschosstasche auf der Vorderseite zieht sich mit einem Gummi verlustsicher zu. Bleibt dadurch schnell griffbereit.

Für Wuchtwasser

Safty First gilt im Kanusport natürlich vor allem. Gerne wird unterschätzt, mit welcher Kraft das Wasser durch die naturgemachten Kanäle drückt. Auftrieb kann eine Weste hier nicht genug haben. Doch auch hier muss die Bewegungsfreiheit erhalten bleiben. Hier gilt: Wer schlechter paddelt, schwimmt früher. Unerwartet interessant ist ein Reißverschluss, um im Notfall leicht aus der Jacke herauszukommen. In Ästen und Gestrüpp wird der Lebensretter leicht zur Falle. Auch hier müssen Messer und Wurfsack am Mann sein.

Die Hiko Chinch Harness ist ein guter Kandidat für diese Kategorie. Also für extremes Wildwasser und Rafting. Zusätzlich wird sie nicht selten beim Segeln, im Rodeo, in der Wasserrettung und im Canyoning eingesetzt. Natürlich schadet sie auch niemandem, der auf WW2 eine etwas gemütlichere Gangart einlegt. Ein weitere Kandidat wäre die Salty Dog.

Wettkampftauglich?

Für den Wettkampf ist das natürlich alles Schnickschnack. Die Retter stehen am Rand, egal ob Slalom, Rodeo oder Abfahrt. Hier gilt: Soviel Auftrieb wie nötig bei buchstäblich uneingeschränkter Bewegungsfreiheit. Mehr braucht es nicht.

Die Hiko Swift hat ein sehr schmales Profil. Die flexiblen Seiten ermöglichen eben die benötigte Bewegungsfreiheit. Sie erfüllt die Anforderungen des ICF für den Wettkampfsport im Wildwasser. Ich persönlich setze die Swift so oft es geht ein. Ich verzichte gerne auf jegliches Gedöns, denn schließlich will ich paddeln. Alle Westen bekommt ihr in der Kanubox Corner. Weitergehende Fragen und Anmerkungen in den Kommentaren unten würden mich wie immer interessieren.

Advertisements

Sonntagslinks: Karten gewinnen, Tribe Rider, Webprojekte und auf dem Orb

Wie man an Freikarten für die restlichen Termine der aktuellen Obsommervorträge kommt, verrät seit ca. 3 Stunden die Kanukarte in einem Artikel. Wenn ich die wollte, würde ich mich beeilen!

Sonntagslink: 6 Obsommer Karten zu gewinnen

Ich muss sagen mir gefällt das folgende Video gar nicht. Ist die Devise jetzt auf Teufel komm raus den Bach runterkommen – Hauptsache unten? Das hat oft nichts mehr mit Ästhetik zu tun, sie paddeln wie Lottokugeln bei der Ziehung. Natürlich ist das hartes Wuchtwasser. Bei dem einen oder anderen mag ich allerdings die Fähigkeit anzweifeln, heil die Ötz runterzukommen. Die Grenze, in wie weit so ein Zwei-meter-vier-karbonpaddel noch gegen diese Naturgewalten ankommt, ist da einfach erreicht. Dann ist es nur noch, als würdest Du einen Eisstiel das Klo runterspülen.

Rider of the Year III Awards Teaser from Tribe Rider on Vimeo.

Auf die Webprojekte von Bernd Pramschuefer wurde ich diese Woche aufmerksam. Wer die Schulterklopfer für seine Vorhaben nicht sucht – und das meine ich durchweg positiv – geht zu Bernd Pramschuefer. Jedenfalls steckt er hinter Canoe-Dreams und Kanu4u. Beides Projekte, die das Finden von Dingen angeht. Canoe-Dreams ist eine Linkmaschine. Du findest dort Tourenanbieter, Hersteller etc. Sie hat auch ein Verleiherverzeichnis. Das ist schonmal was, wenn wir an die vor Kurzem diskutierte Thematik denken.

In Zukunft wird Canoe-Dreams eine Art Checklistenfunktion anbieten. Damit kann dann jeder vor Tourbeginn checken, was noch fehlt. Der nächste Meilenstein soll dann der Sicherheit gewidmet sein. Überspitzt gesagt: Was brauche ich, um meine dreiwöchige Tour durch Grönland zu überleben?

Auf Kanu4u kann man sich ein Boot wünschen! Einfach zusammenklicken und Kanu4u sucht die passenden Angebote raus. Find‘ ich gut.

Sonntagslink: Canoe-Dreams.com & Kanu4u.de, die Kanu Suchmaschine.

Ulrike Johns „koicam“-Blog hat mir auch gut gefallen. Sie gibt eigentlich Software, sie schreibt aber auch übers Paddeln. Schöner Artikel mit interessantem Video von der Orb. Ich finde das Video wirklich interessant – das hat sie in meinem Kommentar wohl nicht geglaubt. In dem Video sieht es an manchen Stellen so aus, als würde die Kamera auf einer Leine oder Ähnlichem geführt werden. Ulrike: Ich finde das Video wirklich toll! Und deinen Blog auch!

Sonntagslink: Jour de France – Teil III

Sonntagslinks: 25 weltbeste Paddler bei einem Event

Vor einem Monat war es unsicher, dass dieses Jahr wieder dieser großartige White Water Grad Prix stattfindet. 2011 war der WWGP bereits ein tolles Event. Es ist gerade einen Monat her, dass das Komitee des White Water Grand Prix eine „Fundraisingwebsite“ zusammenbaute. Also eine Internetseite, die um Sponsoren wirbt. Eigentlich dürfte es kein Problem für so einen Wettbewerb sein, Unterstützung zu finden. Redbull? Das ist im Prinzip nix anderes, als das viel besprochene „Crowdsourcing“. Das Ergebnis könnte interessant sein, denn wie kulturelle Projekte, könnten auch deutsche Veranstalter die Crowd nutzen, um neue Events im Kanusport zu finanzieren.

Sonntagslink: Save the WWGP!

Dieses Jahr startet das Event am 1. Dezember und zwar in Chile. Es geht 14 Tage und die Freunde des Kanusports absolvieren 5 Stationen und Disziplinen. 30 Paddler werden an dieser Plantschtour teilnehmen. Eine Station wird als „Enduro“ bezeichnet, was ich als eine Art Downhill auf Wasser auffasse. Es gibt noch Slalom, Sprint und Boatercross. Für das diesjährige Winterevent geht es allerdings vor allem darum, für den WWGP 2013 zu begeistern – insbesondere Sponsoren. Klappt das nicht, wird das nächstes Jahr wohl nichts.

Sonntagslinks: Der White Water Grandprix

Das Team hat auch im letzten Jahr bereits ein Video herausgebracht. Im Stil einer klassischen Sportübertragung kann das 45-Minutenvideo online geschaut werden. Zentral im Konzept des WWGP ist allerdings auch die weltweite Übertragung via Netz. Es soll einfach auf der Welt stattfinden. Wenn ich die Zeichen nun richtig deute, wird es am 1. Dezember, sozusagen mit dem Öffnen des ersten Törchens, eine Liveübertragung auf der Internetseite geben. Hoffen wir’s!

Sonntagslink: 45 Minuten White Water Grand Prix 2011 in Quebec

Sonntagslinks: App zur Tournavigation und das Inga Project auf dem Kongo

Komoot heißt eine Smartphone-App mit der sich leicht touren planen lassen. Sportarten lassen sich auswählen sowie, die Fitness des Benutzers. Die hilft dann bei der Suche nach geeigneten Zielen. Der Haken: Derzeit nur für Biker und Trekker. An die Entwickler der Gratis-App: Schöne Sache, aber wenn ihr nicht bald die Bötlefahrer einbaut, kopiere ich euer Konzept.

Sonntagslink: Komoot Blog

Außerdem kam mir eine Idee für unsere Kanubox App. Sogenanntes „Shouting“ gibt es bereits in einigen Apps. Das bedeutet, man legt eine öffentliche oder persönliche Nachricht an einem Ort ab. Wenn nun entsprechende Personen diesen Ort besuchen, werden ihnen die Nachrichten angezeigt – natürlich via Smartphone. So könnten sich Paddler auf ihren Touren an gewissen Spots zumindest virtuell verewigen. Wäre das nicht eine nette Spielerei?

Wuchtiger, krasser, höher. Es hätte auch gereicht, wenn ich Tyler Bradt, Steve Fisher, Ben Marr and Rush Sturges geschrieben hätte. Unter der Red Bull Flagge creeken sie den Kongo runter. Der Trailer ist einfach krank.

Sonntagslink: Das Inga Project

Sport Xtreme

ZDF Info mache ein extrem fettes Programm – das trug man so an mich heran. Skeptisch meiner Natur entsprechend war mir das völlig egal. Gerade stieß ich in der ZDF Mediathek allerdings auf eine Folge der Sendung „Sport Xtreme – fun & action 360°“ und zwar zum Thema Wildwasserkayak. Es geht 30 Minuten lang ums Ötztal, Grönland, Sickline, Obsommer und wirklich nice gemacht. Also, nehmt euch ’n Stück Kuchen und schaut’s euch an.

Sport Xtreme 360° – Wildwasserkajak

Übrigens: Jeder Extremsportler verobjektiviert sein Gerät. Ist euch das schonmal aufgefallen? Auch in dem Video sagt das eine Zwillingsmädl so schön „Ge’ma Bootfahrn“. Ski, Snowboardfahrer und Surfer gehen aufs Brett. Ich finde das höchst sympathisch.