Kurzartikel: Was trägt man beim Paddeln in der kalten Jahreszeit?

Damit das Paddeln auch an kühlen Herbst- und Wintertagen Spaß macht, gilt es geeignete Kleidung zu kaufen: Neoprenanzüge wärmen den Körper und schützen vor kaltem Spritzwasser. Weil Neopren nicht atmungsaktiv ist, können anstrengende Touren schnell zu einer schwitzigen Angelegenheit werden. Einen Kompromiss kann die Kombination von Hosen aus Neopren mit einer qualitativ hochwertigen Paddeljacke darstellen. Ergänzt mit einem langärmligen Vlies stellt sich ein hoher Tragekomfort ein. Darüber hinaus gilt es die Extremitäten vor Unterkühlungen zu schützen: Für den Kopf empfehlen sich beispielsweise dünne Neoprenhauben oder funktionale Mützen aus dem Wintersportbereich, während die Hände mit Neoprenhandschuhen am besten gewärmt werden können. Um die Füße vor Feuchtigkeit und winterlichen Außentemperaturen zu schützen, solltest Du Neoprenschuhe mit einer Stärke von mindestens 5 mm kaufen.

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Ausrüstung: Die richtige Schwimmweste finden

Die richtige Schwimmweste ist immer wichtig. In der bevorstehenden kalten Jahreszeit wird sie noch wichtiger, als sie im Sommer ohnehin bereits ist. Und natürlich gibt es für jede Disziplin geeignete und weniger geeignete Schwimmwesten. Ich habe mal diverse Schwimmwesten von Hiko in Bezug auf Disziplinen miteinander in Beziehung gesetzt.

Grundsätzlich ist es für jede Schwimmweste erstrebenswert, die Bewegungsfreiheit des Kanuten möglichst nicht einzuschränken, möglichst viel Auftrieb zu erzeugen und noch großartig auszusehen. Die Meisten Disziplinen fordern zusätzlich Stauraum. In diesem Koordinatensystem bewegen sich verschiedenen Kompromisse. Quasistandard sind verstellbare Gurte an den Schultern und oder der Taille. Die Verwendung von Nylon 210D, einem abriebresistenten Nylon, ist ebenso obligatorisch.

Für Seekajaker und die langen großen Touren

Für die See, die Küste und lange Flusstouren ist es wichtig, dass die Schwimmweste besonders gut ausgestattet ist. Es müssen Schlüssel, Snacks, Karabiner, Messer, Geld und viele andere kleine Dinge untergebracht werden. Ein Handy kann in der Not Leben retten. Wärme und Isolation kommt bei jeder Weste praktisch frei haus. Denn natürlich ist eine Schwimmweste immer auch ein hervorragender Wärmespeicher. Einige Hersteller fördern im Zuge ihrer Entwicklungsarbeit gezielt das Wärmeverhalten der Schwimmweste.

Es ist wichtig, auf auf Wildwasser, dass mindestens zwei Mitglieder in der Gruppe irgendwo einen Wurfsack unterbringen können, ohne davon behindert zu werden. Zwei natürlich für den Fall, dass gerade der Falsche kentert.

Eine, die diese Eigenschaften mitbringt, ist die Hiko Aquiatic Schwimmweste. Sie hat die Wurfsacktasche, ist wärmeoptimiert und bietet viele Täschchen, um jeglichen Kleinkram unterzubringen.

Falls der Wurfsack nicht verwendet wird, kann dort ein Trinkwassertank untergebracht werden. Die Schläuche können durch die vorhandenen Kanäle in der Weste verlegt werden. Die Leuchtgeschosstasche auf der Vorderseite zieht sich mit einem Gummi verlustsicher zu. Bleibt dadurch schnell griffbereit.

Für Wuchtwasser

Safty First gilt im Kanusport natürlich vor allem. Gerne wird unterschätzt, mit welcher Kraft das Wasser durch die naturgemachten Kanäle drückt. Auftrieb kann eine Weste hier nicht genug haben. Doch auch hier muss die Bewegungsfreiheit erhalten bleiben. Hier gilt: Wer schlechter paddelt, schwimmt früher. Unerwartet interessant ist ein Reißverschluss, um im Notfall leicht aus der Jacke herauszukommen. In Ästen und Gestrüpp wird der Lebensretter leicht zur Falle. Auch hier müssen Messer und Wurfsack am Mann sein.

Die Hiko Chinch Harness ist ein guter Kandidat für diese Kategorie. Also für extremes Wildwasser und Rafting. Zusätzlich wird sie nicht selten beim Segeln, im Rodeo, in der Wasserrettung und im Canyoning eingesetzt. Natürlich schadet sie auch niemandem, der auf WW2 eine etwas gemütlichere Gangart einlegt. Ein weitere Kandidat wäre die Salty Dog.

Wettkampftauglich?

Für den Wettkampf ist das natürlich alles Schnickschnack. Die Retter stehen am Rand, egal ob Slalom, Rodeo oder Abfahrt. Hier gilt: Soviel Auftrieb wie nötig bei buchstäblich uneingeschränkter Bewegungsfreiheit. Mehr braucht es nicht.

Die Hiko Swift hat ein sehr schmales Profil. Die flexiblen Seiten ermöglichen eben die benötigte Bewegungsfreiheit. Sie erfüllt die Anforderungen des ICF für den Wettkampfsport im Wildwasser. Ich persönlich setze die Swift so oft es geht ein. Ich verzichte gerne auf jegliches Gedöns, denn schließlich will ich paddeln. Alle Westen bekommt ihr in der Kanubox Corner. Weitergehende Fragen und Anmerkungen in den Kommentaren unten würden mich wie immer interessieren.

Die Geschichte der namhaften Stohlquist WaterWare, inc.

Heute möchte ich mich mit dem Kanuausstatter Stohlquist beschäftigen. Die amerikanische Firma stellt Paddelhosen, Trockenjacken und sonstiges Zubehör her. Im Produktkatalog fällt auf, dass es sich bei Stohlquist im Besonderen um den Wärmeschutz handelt. Das passt für mich gut zur aktuellen Jahreszeit. Ich finde, die recherchierten Infos kann auch gleich mit der Euch teilen, wenn ich sie mir schon im Zuge des neuen Shops zusammensuche. Ein Blick in die Geschichte des Unternehmens Stohlquist, das bis heute fest in Familienhand ist, lohnt sich tatsächlich wirklich.

Jim Stohlquist studierte in Colorado Wirtschafts- und Ingenieurswesen, als er anfing Boote zu bauen. Er produzierte Wildwasserboote aus Kevlar-Glas Vinylester-Epoxyd. Neben dem Bootsbau eröffnete er einen kleinen Kanuhandel, den er saisonal betrieb.

Nach dem Studium heiratete Jim Stohlquist und die Entwicklung und das Design von Kanubekleidung zog in das nun von Jim und Bonny Stohlquist geführte Familienunternehmen ein. In den Colorado Mountains, am eisigen Arkansans River, fehlte es vor allem nicht an Kälte und natürlich ist das die Erklärung für das zentrale Thema Wärmeschutz.

„Just for kayaking“ war das Motto, mit dem Jim Stohlquist in eine kleine lokale Näherei für wasserdichte Motorradkleidung einfiel, den Kopf voll mit Ideen für eine Spezialjacke für Wildwasserpaddler. Und die wurde ein Verkaufshit. Von da an folgte ein Design dem Nächsten und das Unternehmen wuchs und produzierte Trockenjacken, Trockenhosen und Trockenanzüge.

Das Geschäft ist heute weltweit für Design und Qualität bekannt und stellt auch weitere Ausrüstung her. In Deutschland haben sie ihren Sitz in Singen am Bodensee. Heute gehört die Stohlquist WaterWare, inc. zur AquaLung international, aber Jim zieht noch immer an den Fäden des Unternehmens.

Tipp für Euch und in eigener Sache: Noch diesen Monat könnt Ihr die Trockenjacke „Freeplay“ von Stohlquist für €284,05 in der Corner bekommen. Bisher habe ich sie nicht günstiger gesehen.

Sonntagslinks: Nile River Festival, Foursquare und Schleswig-Holstein

Wer sich in diesen Tagen dann doch in den sonnigen Süden sehnt, für den sind vielleicht die Videos und Fotos vom Nile River Festival aus Uganda was. Disziplinen des Wettkampfes sind ein Kopf-an-Kopf Rennen, 25km Downriver und Big Air. Das Kopf-an-Kopf Rennen geht über die Intanda Falls. Dass die nichts für schwache Herzen sind, beweist das folgende Video.

Sonntagslink: Ready to rumble.

Vor kurzem ging mir der Gedanke ab, man könnte so eine Shoutingfunktion in die Kanubox App einbauen. Zur Verewigung auf Spots oder Touren. Den Kommentar „pro App“ wertete ich mal dafür. Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob wir das Rad damit nicht neu erfinden. Unter Early Adoptern längst kalter Kaffee ist Foursquare. Bei dem sozialen Netzwerk sind die sogenannten „Check-Ins“ das Highlight. Wer an einem Ort ist, sagen wir mal der Parkplatz an der Ötz, kann dort einchecken. Die Person mit den meisten Check-Ins an einem Ort wird Bürgermeister. Außerdem kann man natürlich seinen Senf, digitale Herzchen und den üblichen Klamauk hinterlassen.

Sonntagslink: Foursquare

Auch wenn der folgende Film offensichtlich im Sommer gedreht wurde, ist es nicht dumm, dass das Hamburg-Magazin ihn erst letzte Woche auf seine Website stellte. Es ist Herbst, da kann man noch super paddeln. In Schleswig Holstein wohl ganz besonders.

Sonntagslink

Sonntagslinks: Paddelblog, Wasserfallfotos, Sickline und neuer Outdoorshop

Thanksgiving 2008

Seit 2007 bloggt es im Paddelblog. Damit ist er gerade mal ein Jahr jünger als die Kanubox und hey, wir sind auch schon verdammt alt. Während hier im Blog noch theoretisiert wird, wird man dort schon nass. Der Artikel „Kein Frühsport“ enthält ein, zwei Fotos mit herrlicher Herbststimmung. Nebel und so. Ich muss allerdings sagen, ich mag es sehr, morgens paddeln zu gehen. Wenn der Tag noch so neu ist.

Sonntagslink: Paddelblog. Schaut mal vorbei!

Richtig, richtig gute Fotos, richtig interessant, jeden Tag. Es gibt, neben Fotos, Inspiration und Lektionen, Tipps und Videos. Wer beim Photographyblogger regelmäßig vorbeischaut, glaubt nach kurzer Zeit an eine objektive Ästhetik, die den Dingen inherent ist. Man muss sie nur freilegen (können).

Es gibt 15 wunderbare Wasserfälle in Schwarz/Weiß, es gibt einen Beitrag über die Verwendung von Wasser in Fotos und ganz besonders oho finde ich die 35 awesome Bilder von Stegen. Ja: Stegen.

Sonntagslink: Photographyblogger.net

Woran erkennt man noch, dass Herbst ist? Sickline. Das Monsterevent tobt schon seit 3 Tagen. Heute ist der letzte. Die WM findet nach dem bekannten Schema statt. Toll finde ich, dass die Jungs von Kanutube sich richtig reinknien und einen Livestrem plus jede Menge Videomaterial von der Ötz rangekarrt haben.

Sonntagslink: Zum nachschauen. kanutube.de

Wer unserem Sport frönt, muss das eine oder andere Mal in die Outdoorkiste greifen. Das neue Jäckchen findet man vielleicht im neuen Outstore. Vor einiger Zeit hier bereits angekündigt, ist der Store jetzt online. Ich finde man sieht, dass die Betreiber einiges an Onlineerfahrung mitbringen. Nicht billig, nicht überladen. Das Angebot ist umfangreich und die Zahlungsmöglichkeiten vielfältig. Mehr kann man nicht verlangen.

Sonntagslink: Outstore. Alles für draußen.

Sonntagslinks: 3 Tipps für’s Paddeln im Herbst

Canoe

Paddeln im Herbst bedeutet Abpaddeln. Das heißt nicht, dass Schluss ist. Viele Kanuverleiher in Deutschland bieten im Herbst passende Kanutouren an. Ein Deutscher Herbst hat 12,3°C – im Schnitt (Quelle: statista.com). So kurz nach dem Sommer ist das gefühlter Frost. Im Frühling würden wir allerdings bei diesen Temperaturen die ersten Würstchen am Vereinsheim grillen. Im April gibt’s aber durchschnittlich nur 8,1°C.

Doch trotzdem sollte man drei Dinge beachten.

Erstens: Auch bei relativ milden Temperaturen von bis 15°C können bereits Unterkühlungen auftreten. Gerade beim Paddeln. Denn Nässe und Wind haben Auswirkung auf die Unterkühlungsgefahr. Erste Anzeichen einer Unterkühlung sind Muskelzittern und Gänsehaut. Wer die Anzeichen wahrnimmt, sollte schleunigst ans Ufer. Eine gute Isolierung, sprich Thermo-Unterkleidung und Paddeljacke (Besser: Trockenjacke), ist daher Pflicht. Ein Tee vorher, nachher und – wenigstens bei längeren Touren – auch währenddessen schadet sicher auch nicht.

Zweitens: Sehr viele verschätzen sich beim Thema Dämmerung. Im November wird es bereits um 18:00 Uhr dunkel. Späte Feierabendausfahrten sollte man schonmal überdenken. Tipp: Wer bei Google „sonnenuntergang“ eingibt, bekommt über den Suchergebnissen eingeblendet, wann heute die großen Lämpchen an den Straßen angehen werden.

Drittens: Von vielen oft vernachlässigt, wird das Aufwärmen. Wer im Herbst ins Boot steigt, sollte sich vorher mindestens 8 bis 10 Minuten allgemein aufwärmen. Also Hampelmann und so. Danach werden Arme und Beine (und Beine!) gedehnt. Nochmal 5 Minuten.

Wer jetzt behauptet, im Herbst gäbe es nichts als Grau zu sehen, dem beweist noch das Foto oben das Gegenteil. Und wie oft gehst Du im Herbst auf’s Wasser?