Kurzartikel: Was trägt man beim Paddeln in der kalten Jahreszeit?

Damit das Paddeln auch an kühlen Herbst- und Wintertagen Spaß macht, gilt es geeignete Kleidung zu kaufen: Neoprenanzüge wärmen den Körper und schützen vor kaltem Spritzwasser. Weil Neopren nicht atmungsaktiv ist, können anstrengende Touren schnell zu einer schwitzigen Angelegenheit werden. Einen Kompromiss kann die Kombination von Hosen aus Neopren mit einer qualitativ hochwertigen Paddeljacke darstellen. Ergänzt mit einem langärmligen Vlies stellt sich ein hoher Tragekomfort ein. Darüber hinaus gilt es die Extremitäten vor Unterkühlungen zu schützen: Für den Kopf empfehlen sich beispielsweise dünne Neoprenhauben oder funktionale Mützen aus dem Wintersportbereich, während die Hände mit Neoprenhandschuhen am besten gewärmt werden können. Um die Füße vor Feuchtigkeit und winterlichen Außentemperaturen zu schützen, solltest Du Neoprenschuhe mit einer Stärke von mindestens 5 mm kaufen.

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Sonntagslinks: 3 Tipps für’s Paddeln im Herbst

Canoe

Paddeln im Herbst bedeutet Abpaddeln. Das heißt nicht, dass Schluss ist. Viele Kanuverleiher in Deutschland bieten im Herbst passende Kanutouren an. Ein Deutscher Herbst hat 12,3°C – im Schnitt (Quelle: statista.com). So kurz nach dem Sommer ist das gefühlter Frost. Im Frühling würden wir allerdings bei diesen Temperaturen die ersten Würstchen am Vereinsheim grillen. Im April gibt’s aber durchschnittlich nur 8,1°C.

Doch trotzdem sollte man drei Dinge beachten.

Erstens: Auch bei relativ milden Temperaturen von bis 15°C können bereits Unterkühlungen auftreten. Gerade beim Paddeln. Denn Nässe und Wind haben Auswirkung auf die Unterkühlungsgefahr. Erste Anzeichen einer Unterkühlung sind Muskelzittern und Gänsehaut. Wer die Anzeichen wahrnimmt, sollte schleunigst ans Ufer. Eine gute Isolierung, sprich Thermo-Unterkleidung und Paddeljacke (Besser: Trockenjacke), ist daher Pflicht. Ein Tee vorher, nachher und – wenigstens bei längeren Touren – auch währenddessen schadet sicher auch nicht.

Zweitens: Sehr viele verschätzen sich beim Thema Dämmerung. Im November wird es bereits um 18:00 Uhr dunkel. Späte Feierabendausfahrten sollte man schonmal überdenken. Tipp: Wer bei Google „sonnenuntergang“ eingibt, bekommt über den Suchergebnissen eingeblendet, wann heute die großen Lämpchen an den Straßen angehen werden.

Drittens: Von vielen oft vernachlässigt, wird das Aufwärmen. Wer im Herbst ins Boot steigt, sollte sich vorher mindestens 8 bis 10 Minuten allgemein aufwärmen. Also Hampelmann und so. Danach werden Arme und Beine (und Beine!) gedehnt. Nochmal 5 Minuten.

Wer jetzt behauptet, im Herbst gäbe es nichts als Grau zu sehen, dem beweist noch das Foto oben das Gegenteil. Und wie oft gehst Du im Herbst auf’s Wasser?