Kurzartikel: Boote aus Meeresmüll?

Nachhaltig Kanubox Kanusport

Foto: Bureo Skateboards

Die Firma »Bureo Skateboards« stellt Skateboards aus Fischernetzen her. Bisher mussten Fischer in Chile Fangnetze kostenpflichtig entsorgen. Dadurch entledigten sie sich der Netze direkt im Meer vor den chilenischen Küsten. Die Gründer Kevin, David und Ben eröffneten kürzlich Sammelstationen, in denen Fischer Netze kostenlos abgeben können. Die Fischerei-Industrie transportiert die Netze mittlerweile freiwillig zu den Gründern und nutzt so Leerfahrten ihrer LKWs. Dort recyceln sie die Plastiknetze zu Granulat, woraus sie letztlich flansch-neue Skateboards fertigen. »Bureo« bedeutet »die Wellen« in der Sprache der chilenischen Ureinwohner. Der Name passt zum Paddeln. Und Boote? Die Gründer haben mir via Facebook geschrieben, dass sie bereits über Kajaks nachdenken. Wären extrem passend im Neuwarenangebot der ohnehin CO2-neutralen Kanubox. Auch vor den europäischen Küsten, insbesondere in der Nordsee, gibt es (leider) viel Gelegenheit um den Rohstoff für Paddel, Boote und Bekleidung aus dem Meer zu ziehen. 10% des Weltmeerplastikmülls sollen Fischernetze sein. Vielleicht das perfekte nachhaltige Material für »Aqua Anomaly«, nach dem wir suchen?

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Alles hier: Neuwaren und Gebrauchtes

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Ihr habt es gefordert, wir setzen es um. Seit langem erreichen mich Mails, ob wir auch Neuwaren verkaufen. Händler wollen Euch schon lange ihre Waren in der Kanubox anbieten. Ich stand und stehe auf dem Standpunkt, dass Neuwaren, wie auf anderen Plattformen auch, das Gebrauchtangebot verdrängen. Man kennt das aus anderen Börsen.

„Find it in the box” — so der Slogan seit 9 Jahren. Jetzt also auch Neuware.

Wir haben einen Weg gefunden alle glücklich zu machen. Auf der einen Seite sind da die Nutzer, Ihr, die gerne eine Plattform, einen Ort im Internet hätten, wo sie das gesamte Spektrum der Kanuausrüstung durchstöbern und erwerben können. Gleichzeitig könnt Ihr Neuwaren von Gebrauchtwaren getrennt betrachten und durchsuchen. Damit bleibt die Kanubox der Gebrauchtmarkt den man kennt. Das ist mindestens mal unser eigenes Interesse. Händler können Euch ihr Angebot zugänglich machen und das an einem zentralen Ort, der ohnehin bereits zentral in der Deutschen Kanuszene ist.

Neuwaren integriert in die Kanubox

Auf der Startseite werden Neuwaren präsentiert. Bald auch beruhend auf Euren individuellen Interessen. In den Kategorien werden passende Neuwaren angezeigt. Ebenso in den Annoncen selbst. Da finden wir bereits möglichst ähnliche Annoncen und Produkte.

Sofort vergleichen, ist das jetzt ein Schnäppchen oder doch eher nicht? (Beispiel Predator Lee) Zugegeben, es funktioniert nicht immer perfekt, aber meistens. Und dann auch gleich mit drei/vier Klicks kaufen zu können, ist das vollendete Shoppingerlebnis.

Ebenso in der Suche. Dort können Gebrauchtwaren und Neuwaren direkt miteinander verglichen werden. Probiert es aus! Nehmt das Stichwort »Paddeljacke« oder »Schwimmweste« beispielsweise.

Woher kommen die Neuwaren in der Kanubox

Machen wir jetzt auf Einzelhandel? Nein, wir verkaufen unsere Plopps. Fachhändler sind andere. Und das sind Spezialisten auf ihrem Gebiet. Bereits vier lokale spezialisierte Fachhändler bieten derzeit ein sehr großes Sortiment in der Kanubox an – und es wächst! Rennsport, Wildwasser und Seekajak ist bereits vertreten. Bereits über 70 Produkte und Produktvariationen. Hiko, Peak UK, Artistic, Sandiline, Camaro, Kajner, Kober und, und, und.

Durchdachte und intuitive Bedienung
Der Kauf von Neuware ist unfassbar einfach. Gewohnt den Warenkorb füllen. Sofort sind alle Kosten transparent dargestellt. Mit einem Klick geht’s zur Kasse, keine Registrierung nötig, Zahlungsdaten eingeben und bequem zahlen via Rechnung, Paypal oder Vorkasse. Über den Versandstatus wird umgehend informiert.

Sicher ist nicht selbstverständlich
Bei uns schon. Kleineren Händler online fehlt meist das technische Know-How für eine verschlüsselte Übertragung. Hier in der Kanubox übertragen wir Eure persönlichen Daten, Rechnungsdaten, die Bestellung als solches, Paypal und auch Kreditkartendaten strikt verschlüsselt (SSL) und speichern sie in einem sicheren Datencenter in der Schweiz.

Fazit
Die neue Kanubox ist zu dem Ort geworden, an dem Ihr intuitiv und praktisch eine vielfältige Auswahl an Gebraucht- und Neuware durchstöbern, Kosten transparent einsehen und einfach, komfortabel und sicher kaufen könnt. In diesem Sinne: Find it in the box!

Ausrüstung: Die richtige Schwimmweste finden

Die richtige Schwimmweste ist immer wichtig. In der bevorstehenden kalten Jahreszeit wird sie noch wichtiger, als sie im Sommer ohnehin bereits ist. Und natürlich gibt es für jede Disziplin geeignete und weniger geeignete Schwimmwesten. Ich habe mal diverse Schwimmwesten von Hiko in Bezug auf Disziplinen miteinander in Beziehung gesetzt.

Grundsätzlich ist es für jede Schwimmweste erstrebenswert, die Bewegungsfreiheit des Kanuten möglichst nicht einzuschränken, möglichst viel Auftrieb zu erzeugen und noch großartig auszusehen. Die Meisten Disziplinen fordern zusätzlich Stauraum. In diesem Koordinatensystem bewegen sich verschiedenen Kompromisse. Quasistandard sind verstellbare Gurte an den Schultern und oder der Taille. Die Verwendung von Nylon 210D, einem abriebresistenten Nylon, ist ebenso obligatorisch.

Für Seekajaker und die langen großen Touren

Für die See, die Küste und lange Flusstouren ist es wichtig, dass die Schwimmweste besonders gut ausgestattet ist. Es müssen Schlüssel, Snacks, Karabiner, Messer, Geld und viele andere kleine Dinge untergebracht werden. Ein Handy kann in der Not Leben retten. Wärme und Isolation kommt bei jeder Weste praktisch frei haus. Denn natürlich ist eine Schwimmweste immer auch ein hervorragender Wärmespeicher. Einige Hersteller fördern im Zuge ihrer Entwicklungsarbeit gezielt das Wärmeverhalten der Schwimmweste.

Es ist wichtig, auf auf Wildwasser, dass mindestens zwei Mitglieder in der Gruppe irgendwo einen Wurfsack unterbringen können, ohne davon behindert zu werden. Zwei natürlich für den Fall, dass gerade der Falsche kentert.

Eine, die diese Eigenschaften mitbringt, ist die Hiko Aquiatic Schwimmweste. Sie hat die Wurfsacktasche, ist wärmeoptimiert und bietet viele Täschchen, um jeglichen Kleinkram unterzubringen.

Falls der Wurfsack nicht verwendet wird, kann dort ein Trinkwassertank untergebracht werden. Die Schläuche können durch die vorhandenen Kanäle in der Weste verlegt werden. Die Leuchtgeschosstasche auf der Vorderseite zieht sich mit einem Gummi verlustsicher zu. Bleibt dadurch schnell griffbereit.

Für Wuchtwasser

Safty First gilt im Kanusport natürlich vor allem. Gerne wird unterschätzt, mit welcher Kraft das Wasser durch die naturgemachten Kanäle drückt. Auftrieb kann eine Weste hier nicht genug haben. Doch auch hier muss die Bewegungsfreiheit erhalten bleiben. Hier gilt: Wer schlechter paddelt, schwimmt früher. Unerwartet interessant ist ein Reißverschluss, um im Notfall leicht aus der Jacke herauszukommen. In Ästen und Gestrüpp wird der Lebensretter leicht zur Falle. Auch hier müssen Messer und Wurfsack am Mann sein.

Die Hiko Chinch Harness ist ein guter Kandidat für diese Kategorie. Also für extremes Wildwasser und Rafting. Zusätzlich wird sie nicht selten beim Segeln, im Rodeo, in der Wasserrettung und im Canyoning eingesetzt. Natürlich schadet sie auch niemandem, der auf WW2 eine etwas gemütlichere Gangart einlegt. Ein weitere Kandidat wäre die Salty Dog.

Wettkampftauglich?

Für den Wettkampf ist das natürlich alles Schnickschnack. Die Retter stehen am Rand, egal ob Slalom, Rodeo oder Abfahrt. Hier gilt: Soviel Auftrieb wie nötig bei buchstäblich uneingeschränkter Bewegungsfreiheit. Mehr braucht es nicht.

Die Hiko Swift hat ein sehr schmales Profil. Die flexiblen Seiten ermöglichen eben die benötigte Bewegungsfreiheit. Sie erfüllt die Anforderungen des ICF für den Wettkampfsport im Wildwasser. Ich persönlich setze die Swift so oft es geht ein. Ich verzichte gerne auf jegliches Gedöns, denn schließlich will ich paddeln. Alle Westen bekommt ihr in der Kanubox Corner. Weitergehende Fragen und Anmerkungen in den Kommentaren unten würden mich wie immer interessieren.

Neueröffnung: Erstes Fachgeschäft an der Donau in Oberösterreich

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Peter und Petra gründen die kayak-connection Handels GmbH. Der Online-Kanushop kayak-connection.at eröffnet am 11. und 12. April einen Kanushop in Ottensheim. Es wird nach eigenen Angaben der Erste seiner Art in der Region Oberösterreich sein. Peter Pollak, gebürtiger Linzer, Geschäftsführer, mehrfacher Staatsmeister (Österreichischer Meister) und der Gewinner der Kanu-Weltmeisterschaften der Altersgruppen (ICF Canoe Sprint Masters Competitions) im Flachwassersprint stehen ab dann mit voller Erfahrung den Kunden im Ottensheimer Kanushop zur Verfügung. Schön ist, dass das Ottensheimer Kindlhaus bereits früher Unterkunft und Einstellplatz für die Donauflösser und ihre Flosse war und wir mit unserem Fachgeschäft so wieder an diese Boots-Tradition des Hauses anknüpfen können“, so Pollak.

Von Anfang an mit dabei: Unsere Plopps. Unsere schwimmenden Schlüsselanhänger lassen sich hoffentlich schon bei der Eröffnung, später aber auf jeden Fall im Kindlhaus betrachten und kaufen.

Auch wir von der Kehrwasser UG dürfen Petra und Peter voraussichtlich als neuste Partner unsere Kanushops der Kanubox Corner begrüßen. Wir schauen noch, welche Produkte der kayak-connection das übliche Kanubox-Gebrauchtangebot derart ergänzen, dass Ihr, unsere Leser, Besucher und Kunden, möglichst viel davon habt.

Wer sich das also anschauen will, der hat dazu am 11. April von 14 bis 19 Uhr und am 12. April von 9 bis 13 Uhr Gelegenheit. Bis dahin.

Sonntagslink: Bootsbau, Anthropologie und Bootstest

Eine – möglich, dass der eine oder andere sie bereits kennt – Ausgabe der Maus aus dem letzten Jahr, erklärt das Prinzip von Wooden Watercraft. Ralph Hammer bietet mit seinem Unternehmen Schablonen und Bauanleitungen. Dazu wird meist Sperrholz geklebt, verschraubt und geharzt. Ralphs Unternehmen scheint mir sehr sympathisch. Auch toll, dass in den Fällen, die ich gesehen habe, nur Stichsäge und Bohrmaschine nötig ist. Da habe selbst ich noch Hoffnung auf einen Eigenbau.

Sonntagslink: Paddeln mit der Maus.

Jetzt wird es tiefschürfend. Denn, dass die Aborigines – die Ureinwohner Australiens, die Sterne deuten, hat nicht wenig Aussage. Dass sie die Sternformation, die in unserer Kultur gemeinhin als „Sternbild des Orion“ bezeichnet wird, als „Drei Brüder in einem Kanu“ bezeichnen, sagt zudem viel über ihren Volkscharakter aus. Man bedenke dabei, dass die Sternenbild in Downunder auf dem Kopf stehen.

Orion constellation Hevelius

Sonntagslink: Bild der Wissenschaft – Drei Brüder in einem Kanu

Lettmann veranstaltete heute in Hohenlimburg einen Bootstest. Unter vielen anderen war der neue Recon von Wavesport zu testen. Der Recon ist ein Creeker, also für Wuchtwasser konzipiert. Auch Ausrüstung war testbar. Um 14:00 Uhr war Schluss. Wäre gern da gewesen. Hat jemand von Euch einen Bericht für mich?

Sonntagslinks: 6 Kanublogs

Es gibt fünf, vielleicht sechs Arten von Kanublogs. Nummer eins ist der Tourblog. Das ist praktisch ein mit einem Tagebuch verheiratetes online Fahrtenbuch. Kreativ geschrieben, sind solche Blogs sehr lesenswert. Dieser Typus kommt im Winter seltener vor – den Typus Themenblog hingegen kann man ganzjährig nehmen. Der Themenblog widmet sich einer speziellen Disziplin. Das bereits bekannte Paddelblog ist da zu nennen.

1. Ein Vertreter dieses Genres ist aber auch der Stechpaddel-Blog. Der Name ist ja bereits wunderbar. Das Blog hat sich Open Canoe zum Thema gemacht. Der neuste Artikel handelt von Bootsrettung und stellt die aktuelle Episode der Videoreihe „Rescue for River Runners“ vor. Auf Stechpaddel gibt es ausserdem eine Linkliste – in Fachkreisen „Blogroll“ genannt – mit den Favourites des Bloggers Matthias Wanka. Matthias, warum steh‘ ich da nicht drauf? ;)

Sonntagslink: Stechpaddel

2. Ein weiterer Themenblog ist Canoeguy’s Blog. Als einziger englischsprachiger Blog musste er in diese Liste. Fantastisch, wie Mike Elliot einfach alles zum Thema Holzbootrestauration publiziert.

Sonntagslink: Finishing the Interior of a Wood-Canvas Canoe

Der nächste Typus ist ein erwartetes Phänomen: Der Vereinsblog. Als ich vor Jahren (es müssten 15 sein!) die erste Vereinshomepage an den Start brachte, brachte ich dort einen Abklatsch der Vereinszeitung online. Ende der Tour: Die Texte wurden von der Vorsitzenden in die „Flüstertüte“ übernommen, die Internetseite vernachlässigt. Manche Leute beweisen eben immer wieder Weitblick. Die Zeit ist nun Reif, das Ganze kehrt sich wie erwartet um.

3. Der Kanuverein Nürnberg e.V. unterhält und informiert seine Mitglieder sowie den Rest der Welt online und spart sich die Druckkosten. Bereits 149 Artikel hat er veröffentlicht.

Sonntagslink: Feuchte Vereinswanderung bei Wendelstein

Ich frage mich nur, warum der KVN den Kommentarbereich geschlossen hält. Es wäre eine tolle Möglichkeit, vor allem für die Mitglieder, sich über die spannenden Ereignisse auszutauschen. Ausserdem ein Gelegenheit für Interessierte, eine Ahnung von der Vereinsatmosphäre zu bekommen.

4. Ähnlich ist auch der Blog von Siglinde vom Ideentopf aus Riffian bei – dem uns nicht gänzlich unbekannten Örtchen – Meran. Die Südtirolerin führt in erste Linie einen persönlichen Fotoblog um ihre Werke zu präsentieren. Dazu zählen tolle Aufnahmen von der Vereinsmeisterschaft des traditionsreichen Meraner Kanuvereins.

Sonntagslink: Vereinsmeisterschaft

Dann gibt es natürlich noch die Firmenblogs. Vor allem Hersteller und Händler haben den Blog als kostenfreies Werbeinstrument schätzen gelernt. Es gibt schlimmeres. Ich bin der Meinung, dass es ehrliche Werbung gibt und dass Firmen mit einem Blog ehrlich Werben können. Das gute Auftreten von EKÜ lobte ich bereits. Im Blog wird gerade die Boot & Fun 2012 in Berlin ankündigt. Aber es gibt noch andere.

5. Ehrliche Werbung betreibt die Kanuschule Versam. Es wird von den Erlebnissen während des Unterrichts berichtet – was unterhaltsam ist – und gleichzeitig bekommen die Menschen ein tiefen Einblick in die Arbeitsweise der Kanuschule. Die Menschen fassen vertrauen und werden sich, wenn sie Bedarf bekommen, an diese Kanuschule wenden. Das ist auch Werbung, aber gute Werbung.

Sonntagslink: Sprichwörtliche Winterzeit

6. Der große Onlineshop denk.com lässt seinen Blog von playboater Thomas Hinkel schreiben.

Sonntagslink: blog.denk.com

Dann gibt es noch die allgemeinen Kanublogs – wie den Kanubox Blog. Es geht um alles mögliche. Ob Stechpaddel oder Doppelpaddel. Mir fehlt ein reiner Fotoblog. Es gibt so viele talentierte Hobbyfotografen unter den Kanufreunden. Warum zeigt ihr uns eure Werke nicht?

Sonntagslinks: 11 unglaublich schöne Fotos von Bergseen

Der „Photography-Blogger“ hat mich inspiriert mit seinen 17 Magical Mountain Lake Pictures. Heute eine Ergänzung um 11 weitere wahnsinnig schöne Bilder.

Der Lake Louise des Banff National Park ist in der Kanadischen Provinz Alberta das gemeinsam Ziel jeglicher Outdooraktivität. Hier wird geklettert, gepaddelt, getrekkt, geradelt und alpiniert – z.B. auf Ski.

Lake Louise

Lake Louise (4)

Lake Louise von Richard Taylor

lake louise

Lake Lousie von Edwin van Buuringen

Lake Louise

Lake Louise von nateeag (Flickr)

Lake Louise, Banff National Park

Lake Lousie von Esther Lee

Lake Malawi

Lake Malawi von Frank Douwes. Der Lake Malawi ist der acht größte See der Welt! Wie der Bodensee teilt er sich drei Nationen. Tansania, Malawi und Mosambik. Also natürlich Afrika. Im Norden ragen 2500m hohe Steilwände direkt aus dem See – die Livingstone-Berge.

Lake McDonald

Lake McDonald (Montana, USA) von GlacierNPS (Flickr)

Lake Nockamixon Reflections

Dieses Bild trägt den Titel „Lake Nockamixon Reflections“ von dfbphotos

Lake Rotoiti

Lake Rotoiti von Sid Mosdell. Er ist der größte Gebirgssee im Nelson Lakes National Park in Tasman, Australien.

Die folgenden zwei Bilder stammen aus der Hand von Jeff Pang. Danke Jeff, für diese tollen Aufnahmen vom Magog Lake! Wir befinden uns in einem in der letzten Eiszeit geschliffenen Tal am 3095m Mount Magog in British Columbia.

Magog Lake Sunrise

Og Lake Sunrise

Ich wünsche einen schönen Sonntag. Wem das zuwenig Lesestoff war, der mit meiner Rezension zur European Outdoor Film Tour auf seine Kosten.

Sonntagslink: EOFT: Kühnheit und Abenteuer sind Resultat gähnender Langeweile

und, Sonntagslink zum „Photography Blogger“: 17 Magical Mountain Lake Pictures

EOFT: Kühnheit und Abenteuer sind Resultat gähnender Langeweile

Rückkopplung, das Mikro knarzt. Ein Hörsal voller Rucksäcke heißt uns willkommen. Es beginnt direkt mit Kajakfahren. Das Beste zu Beginn? Beeindruckend ist der Buseater schon, in dem Ben Marr umherflippt und rumspinnt. Neu ist allerdings anders. Doch dann Aufnahmen bei Nacht und rotes Licht. Was macht es? Rot leuchten! Es gibt keine Geschichte drumherum, die steht im Programmheft: Mit einem Tipp aus der Air Force ließ der Regisseur das Boot mit Hilfe spezieller Fackeln glühen. Mit diesem Spezialeffekt kommt Outdoorpapa Kanusport gerade noch so auf einen Abstiegsplatz in der Profiliga. Was folgt, hat damit nichts mehr zu tun.

Mit Wing Suits stehen Menschen auf Bergen, heben ab und – fliegen. Kilometerweit. Dann kommt das Amen wie in der Kirche: „Das wurde fast ein bißchen Langweilig, also flogen wir näher an den Fels heran, flacher über den Boden.“ Und sie fliegen wie Supermen in Formationsflug immer der Nase nach, kratzen sich kurz am Hintern, wirbeln von Brust auf Rücken wieder auf die Brust und ziehen den Fallschirm.

Es wird nochmal Bodenständiger. Eine Französische Band will für Mammuts 150sten Geburtstag auf den Mont Blanc steigen um auf dem Gipfel ihre Hitsingle aufzuspielen. Die unerfahrene Crew, trägt den Kontrabass auf dem Rücken durch das Eis. Die Frontfrau Zaz sagt Dinge wie „Es war eine dieser Situationen, in denen du nicht an vorher oder nachher denkst und vollständig bei der Sache bist. Es gibt nichts Schöneres als vollständig im Hier und Jetzt zu sein“ und das sie als Kind bereits mit ihrer Familie in die Berge zu fahren pflegte. Jetzt als Erwachsene sei sie immerzu auf der Suche nach dieser Kindheitsliebe. Zurecht Applaus vom Publikum – wie nach jedem Film.

Der nächste, „The Sharks Fin“ – Die Haifischflosse – handelt vom Aufstieg auf diese so benannte, einzige bisher noch nicht bestiegene Felsnadel des Mount Meru im Himalaya. „Meru“ ist das Mantra, das Ziel, das die Protagonisten bis zum Fanatismus einfängt. Ein Unglück zieht den Zuschauer unmittelbar mit in diesen Wahnsinn. Ein packender Film.

Jetzt Pause. Werbung.

Gelangweilt scheinen die beiden Jungs aus Down Under und kommen mit der Idee, Victoria Island (Nördlich von Kanada) zu Fuß zu überqueren. 1000km – was den Autobahnkilometern von Flensburg nach Konstanz am Bodensee entspricht. Mit ihrem Mondfahrzeug haben sie so ihre Probleme, doch eigentlich wissen sie schon, wenn was schief geht, kommt Mami mit dem Flieger. Es folgt ein Snowboardfilm, der ähnliche Randanerkennung wie Ben Marrs glühendes Kajak bekommt, ein gelangweilter Biker sucht neues Gelände in China und ein gelangweilter David Lama nimmt die Route Eternal Flame am Trango Tower. Der König der Langeweile ist schließlich der Slackliner Andy Lewis. Er zieht seine Lines überall, setzt immer noch ein Löffelchen drauf, auch wenn das nur ein Hasenkostüm ist. Während alle anderen noch ein gewisses Ziel erkennen lassen, scheint „Skandy“ einzig eine Frage beantworten zu wollen: „Wann und wie werde ich draufgehen?“

Das Filmfest hat es wieder bestätigt, es gibt nicht viele Gründe für Extremsport. Langeweile, Fanatismus und Geltungsbedürfnis – das ist es, was jeden Abenteurer anspornt.

Was wäre eine Welt ohne Kühnheit?

Osterlinks: Herzrythmusstörungen, tödliche Tasmansee, das Kanu zum überleben

„Bis zuletzt war die Hoffnung da, aber jetzt ist auch die Hoffnung gestorben. Da sind bei einem Routinecheck Dinge zutage getreten, von denen ich nichts geahnt habe“. Birgit Fischer kann ihr Comeback nicht durchziehen. Das war wohl die News der Woche. Drei Ärzte und der DKV-Mannschafftsarzt untersuchten Birgit und kamen zum selben Ergebnis: Herzrythmusstörungen. Seit letztem Herbst hat Birgit offenbar hart trainiert um nach ihrer letzten in Athen, auch in London wieder die Goldmedaille zu holen – mit 50 Jahren. Hoffnung bleibt noch: Ende des Monats wird auf der Regattabahn in Duisburg-Wedau die 2. Quali stattfinden. Mit einer Ausnahmeregelung des DKV könnte Birgit dort an den Start gehen. Denk‘ an Deine Worte Birgit: „Du musst Dir nichts mehr beweisen“.

Osterlink

(Foto: Wikipedia)

Im Kanu kann es ernst werden, nicht nur im Wettkampf. Wir bleiben christlich, osterlich und besinnen uns: Das Kanu wurde zu einem Zweck konstruiert. Um die Existenz ging es. Im südindischen Hinterland der Malabarküste im Bundesstaat Kerala liegt ein tiefverzweigtes Wasserstraßennetz: Die Kerala Backwaters. Auf diesen Straßen kämpfen Menschen in Kanus für ihre Familien. Sie angeln, handeln mit Fisch, Kokosfasern, ernten Cashews und Reis. Eindrucksvolle Bilder lassen sich im Fotopedia Magazin bestaunen.

Osterlink

Wie auf geradezu perverse Art und Weise die Lebensnotwendigkeit zu einer Lebensbedrohung umgekehrt werden kann, zeigt der Rekordwille des Australiers Andrew McAuley in der Dokumentation „Solo: Vermisst auf hoher See“. Sie versucht die zweifelhafte Motivation eines Extremsportlers zu ergründen und stellt die Frage: „Wieso war er so besessen davon?“ Wie es sich für eine seriöse Dokumenation gehört bewertet sie nicht die Ereignisse und doch zeigt sie, was dieser Mensch mit seiner Sucht nach dem Moment, in dem Du weißt „Jetzt muss ich nochmal alles mobilisieren, um hier heil heraus zu kommen“, unverantwortlich handelte. Er starb bei dem Versuch, mit einem ungetestet modifiziertem Kajak die selbst für Schiffe teils unbefahrbare Passage im Pazifik zu überqueren. Wenn man sich vorstellt, länger als 24 Stunden zwischen 10 Meter hohen Wellen und bei Windgeschwindigkeiten von 100 km/h pausenlos zu manövrieren, gegenzusteuern und letztlich kontinuierlich zu paddeln wird einem vielleicht der Wahnsinn klar. Natürlich nicht bei schönem Wetter und die meiste Zeit ist es stockdunkel.

Die Dokumentation gibt es online noch bis morgen früh 2:00 Uhr bei Arte +7 kostenlos zu sehen. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Ostervideo

Sonntagslinks: Kanu Big Air, Ernährung auf Touren und Outdoor Shop

Stalefish Grap, Crazy Squirrel, Nollie – Wenn ihr jetzt glaubt, im Boarder Blog zu sein, liegt ihr falsch. Begriffe aus aus den diversen Szenesportarten finden leise Einzug in den Kanusport. Neben Snowkayak und Skykayakig ist ein viel heimlicherer Hauptdarseller des Paddelsports das Kanu Big Air. Ich war mal bei einem Snowboard Big Air in Frankreich als Zuschauer dabei. Die Hip Hop Musik im Hintergrund macht einen Wahnsinnig, aber die unvorstellbar hohen und weiten Sprünge sind beeindruckend anzuschauen. Die Tricks, die die Boarder während ihrer Sprünge versuchen, zu benennen, ist nur unwesentlich komplizierter als Kernphysik. Ganz praktisch lässt sich dagegen in diesem Jahr die erste inoffizielle Kanu Big Air Weltmeisterschaft erleben. In Hamm (NRW) wird sie ausgerichtet. Internationale Fahrer sind geladen, das Preisgeld fällt mit 500€, die auf die ersten drei verteilt werden, relativ mau aus. Man kann sich auf der Homepage als Fahrer registrieren.

 
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Auf outstore.de entsteht laut deutsche-startups derzeit ein recht dicker E-Commerce-Marktplatz. Die Gründer Michael Munz und Johannes Altmann sind waschechte Internetunternehmer. Wie die beiden auf Zubehör und Fashion für Outdoorenthusiasten kommen – man weiß es nicht. Vielleicht einfach weil Globetrotter und co. sich im Netz anstellen wie Pixellegasteniker? Der Outstore steht wohl kurz vor dem Start. Ob das Foto von dem Creaker auf der derzeitigen Teaserseite andeutet, dass man einen entsprechenden Fokus setzen wird? Hoffen wir es.


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Hunger auf längeren Touren? In einem Artikel im Outdoor Blog las ich zwei interessante Tipps. Erstens: Man stelle sich als Basis für jeden Tag der Tour ein ca. 100 bis 125g schweres Müsli zusammen. Einfach weil es so wenig Platz wegnehme und einen gut versorge. Und das stimmt, Müsli kann man ja wirklich quetschen und kneten wie man will. Zusammen mit der richtigen Menge Trockenmilch füllt er die Flocken in Ziplockbeutel. Einen für jeden Tag. Doch mit Müsli allein würde die Tour zur Qual. Je nach dem wohin die Reise geht, sollte man mindestens auf hartgekochte Eier, Äpfel und Bohnen nicht verzichten. Sie bieten eine Grundversorgung an Eiweißen, Vitaminen, Eisen und Magnesium.

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