Sonntagslink: Stinkende Naturfreunde und Olympia

Foto: Michael Panse

Foto: Michael Panse (Flickr)

Wenn mir hier in Konstanz langweilig wird, dann nehm‘ ich mir ein Boot und paddle raus. Es ist so ein unglaubliches Idyll. Das Ried, die süßen kleinen schweizer Fachwerkhäuser am Ufer und kurz vor’m Horizont die Insel Reichenau. Das Wasser ist so klar, dass man den Enten beim Algenzupfen auf dem Grund zugucken kann. Doch dann dieser fiese Gestank der Motorboote. Aneinandergereiht wie an einer Schnur dampfen sie über den Seerhein und stinken dabei wie ein alter Skoda ohne Katalysator. Auch der „Naturschutzverein“ besitzt so eine CO2-Schleuder. Kein Witz. Dann denkt man an den Rhein wie er bei Köln und Düsseldorf aussieht. Wieso er dort so aussieht, fragt man sich nicht mehr, wann immer Konstanz sich rühmt nur 10% seiner Abwässer in den Rhein zu kippen.

Auf der Suche nach den CO2 Werten von Motorbooten, befürchtete einer dieser Besitzer im Scherz, die Politik käme Bald auf die Idee, eine Motobootsteuer zu erheben. Warum eigentlich nicht? Niemand muss mit seinem Motorboot zur Arbeit fahren, seine Kinder vom Kindergarten abholen oder für seine schwangere Frau Gurken und Schokolade im Penny’s kaufen. Es ist reines Vergnügen, das die globale Erwärmung anheizt und so uns alle angeht. Ganz nebenbei: Sunnyboys Abgasaparillo ist prädestiniert für Solartechniken, Elektroantriebe oder wenigstens Hybridtechnologien. Sicher lässt sich bei Motorbooten nicht soviel Treibhausgas einsparen wie bei unseren Brumbrums, aber dass sich das nicht lohnt kann mir auch keiner erzählen.

Sonntagslink: Behörde verbannt Solarboot von der Alster.

Die Olympiade gehört wohl eher zu den naturfreundlichen Veranstaltungen – wenn man an die Formel1 denkt. Gerade uns Jasmin Schornberg hat wohl höchstens mit ihrem iPod CO2 emittiert. Verspätete herzliche Glückwünsche für den verdienten fünften Platz bei der Olympiade. Jasmin ist übrigens auch im Netz recht aktiv. Sie ist weniger auf Facebook dafür mehr auf Twitter unterwegs. Sie hat einen eigenen Blog in den sie hoffentlich auch nach London noch e bisle was neischreibt. Zum Beispiel wie sie sich auf die olympischen Spiele 2016 vorbereitet.

Sonntagslink: Urlaub in London.

Und Gold gibt’s auch noch! Das ist keine Neuigkeit. Herzliche Glückwünsche auch für Kretschmer, Kuschela, Weber, Dietze und Brendel. Die deutsche Medaillenjammerei sollte mit unseren Kanuten wohl ein Ende gefunden haben. So ziemlich ohne DOSB. Kanutube zeigt den 500m Lauf im K2 von Franziska Weber und Tina Dietze.

Sonntagslink: Kanutube

Apropos Kanutube: Live wird dort gerade die Deutsche Jugend und Junioren Meisterschaft (Slalom) übertragen.

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Jasmin holt heute die Goldmedaille

Noch haben wir keine. Bronze für Hannes Aigner: Und nich‘ schlecht. Aber heute zeigt Eurosport wie Jasmin Schornberg das macht. Als einzige Deutsche startet sie bei den Damen ab 15:12 Uhr. Auch der C2 Finallauf findet heute statt. Ab 14:30 Uhr. Am Start für Deutschland: Frank Henze und David Schröder.

Sonntagslinks: Lisa Simpson und das Logo zu London 2012

Man zerreißt sich bereits das Maul. „Deutet das 400 000 Pfund teure Logo etwa einen Blowjob von Lisa Simpson an?“ schreibt etwa Dorin Popa auf Twitter. Wer es nicht sieht: Das offizielle Logo von London 2012 soll die Zahlen 2-0-1-2 abstrakt darstellen. Die Süddeutsche schreibt, das zugehörige Videomaterial hätte bereits 18 (!) Epilepsieanfälle ausgelöst. Offenbar kein Scherz. 400 000 Pfund.

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Der Spruch der Woche ist: „Keep your paddle in the water“.

Und hier noch zur Motivation für die kommende Woche und das restliche Leben: Mein erster Trainer schrie immer vom Rand „Hoch raus Junge!“. Was für ein weiser, weiser Mann.

Sonntagslinks: Wettkämpfer vor Olympia

Nationalmannschaft, Kanuten, Olympia, London, Sandy Robson

Einfach alle Disziplinen des Kanusports tragen Wettkämpfe vor den olympischen Spielen aus. Sie wollen testen, qualifizieren und zeigen was sie können. Das mehr oder weniger gute aber auf jeden Fall alte web.de hat einen unspektakulären aber praktischen Terminplan für London zusammengetragen.

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Im Gegensatz zum Fußball dieses Jahr, lassen unsere Ergebnisse hoffen.

Erstes Beispiel: 500m im Kajak 2er der Frauen. Bei der Olympiaqualifikation vor Kurzem in Posen gewann Weber/Dietze vor Leonhardt/Wagner-Augustin. Wahnsinnig gut oder nicht? Etwas ausführlicher gibt’s das auf sportal.de. Das Portal war mir bislang völlig unbekannt. Man beachte aber den Newsticker unter dem Artikel. Der scheint, ähnlich dem auf unserer Homepage, die Neuigkeiten zum Thema Kanusport aus dem eigenen Angebot herauszufiltern. Interessant.

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Mehr zu den Ergebnissen aus Duisburg auch von der Augsburger Allgemeinen: Sonntagslink

Die Rheinische Post schrieb gestern einen Artikel zum Fünftplatzierten der Deutschen Meisterschaft im Freestyle. Ich finde den Artikel einfach gut geschrieben. Ausserdem lässt man sonst leider selten den Fünften zu Wort kommen. Christoph Kleemann klingt enttäuscht und doch stolz. Schön zu sehen auch, wie die Vereine unermüdlich daran arbeiten, auf regionaler Ebene unseren Kanusport in die Presse zu bringen.

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Die Slalomkanuten sind dann am 9. Juni in Cardiff wieder an der Reihe. Der ORF überträgt live. Bis dahin lese man noch folgenden Artikel über die kürzlich vergangene EM.

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Sonntagslinks: Löw im Kajak, Sandy in Zypern und Brendel in London

Nationalmannschaft, Kanuten, Olympia, London, Sandy Robson

Jogi Löw lässt Poldi und Co. paddeln. Ich begrüße das, denn nach gestern sind mindestens die Bayern-Jungs fertig. Zeit um auf andere Gedanken zu kommen. Da setzt der Bundestrainer sich und die Mannschaft auf Sardinien mal ins Boot. Jeweils drei Spieler paddelten mit sieben weiteren Booten um die Wette. Das Boot Mertesacker/Reus/Draxler kenterte. Jogi und sein Trainerstab fuhren als Erste durchs Ziel. Ob das motiviert? Ich weiß ja nicht. Mich motiviert der Artikel aus „BILD Online“ zu der Frage, ob die Sportreporter der BILD den Unterschied zwischen Rudern und Paddeln ernsthaft nicht begriffen haben? Ist das Absicht?

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Sie hat keine Angst vor Piraten. Vor einigen Monaten brach sie auf: 50.000km in fünf Jahren. Sandy Robson paddelt nach Australien. Und was macht sie jetzt? Das erste Ziel ist erreicht: Zypern. Es geht ihr offensichtlich gut. Die Tour scheint entspannt zu verlaufen.

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Weltcup: Der Kajak-Zweier, der Canadier-Zweier und der Vierer der Frauen ging alles auf Platz Eins. Sebastian Brendel belegte im C2 auf 1000m den Quotenplatz für Olympia. Bundestrainer Reiner Kießler kann also zufrieden sein. Und wir gespannt auf London.

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Blogvorstellung: Hermann’s Canoeing Blog

Der Blog ist bei den deutschen Paddlern noch nicht angekommen. Bei deutschen Paddlern braucht es immer etwas… Zeit. Alles cool, man muss ja nicht jeden Trend mitmachen. Dennoch bin ich der Meinung – auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Paddler und Vereine müssen bloggen. Sportarten, die dicker in der Öffentlichkeit auftreten dürfen aber es viel weniger verdient haben als die Paddelei es hätte, sind auf paradoxe Weise auch mit Blogs stärker vertreten. Deshalb will ich die Brotkrumen mal aufsammeln und die „Blogosphäre“ ausleuchten.

Wir starten mit der ersten Blogvorstellung: Das Blog von Hermann Husslein. „On his road to Olympic Games 2012“ lautet die Tagline. Aufgewachsen in Hanau, erstes Slalomrennen in Bad Kreuznach, fährt noch immer für Hanau. Besonders: Er ist Thai. Als solcher nimmt er als erster Thai Slalomkanute überhaupt an den olympischen Spielen teil. In seinem Blog erzählt er uns seine Trainingsfortschritte mit dem Ziel „London 2012“ vor Augen.

Er schreibt auf Englisch und stellt uns so manches interessante Material zur Verfügung. Bilder, Videos und natürlich Texte.

Letzter Artikel ging um das World Ranking in Neu Seeland. Da schreibt er unter anderem von der „Wai-O-Tapu Wonderworld“ und bereits seine Schnappschüsse sind einen Klick wert.

Viel Erfolg für Hermann. Als nächstes? Den nächsten Blog muss ich erst suchen! Kein Witz. Ich hoffe ich find‘ noch einen. Wenn Ihr einen Vorschlag habt, oder selbst Bloggt, stellt ihn kurz vor. Einfach eine Mail an mich.