Wie man beim Kanushopping die Umwelt schützt

CC-BY EHRENBERG Kommunikation

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Selbstverständlich sind wir die ersten: Der Strom, den die Kanubox inklusive Store und Blog braucht, lassen wir jetzt CO2 neutral produzieren. Wer gerne im Netz unter anderem nach Ausrüstung zum Paddeln sucht, hat sich vielleicht schonmal überlegt, wie paradox es ist, morgens auf dem Bach der Natur zu frönen und Abend beim Kanuonlineshopping CO2 ohne Ende zu produzieren. Wir haben das abgeschafft und soweit ich recherchieren konnte, sind wir die ersten. Ole. Mal sehen, wann die anderen nachziehen. Bei den Preiskämpfen, die sie sich leisten, wohl nie.

Ein gutes Gewissen beim Kanushopping: Kanubox CO2-neutral

Unser Rechenzentrum und Data Center bezieht nun 100% des benötigten Stroms aus Aquastrom des Elektrizitätswerks »Opfikon« in der Schweiz (In der Schweiz steht es aus Sicherheitsgründen). In Opfikon wird der Strom durch natürlich zufließendes Wasser erzeugt und stammt aus Pumpspeichern. Bei einem Service für Paddler, darf es eigentlich gar nicht anders sein. Alle Leistungen der Kanubox werden also nun ausschließlich mit erneuerbarer, CO2- und klimaneutraler Energie betrieben. Wir sind schon ein wenig stolz auf uns und unsere Betreiber.

Leider arbeiten die Elektrizitätswerke selbst nicht ganz emissionsfrei. Bis sie das können, werden diese Emissionen durch Kooperation mit der Non-Profit-Organisation »myclimate« ausgeglichen. Wir können damit tatsächlich sagen: Ihr surft bei uns 100% klimaneutral.

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Kurzartikel: Boote aus Meeresmüll?

Nachhaltig Kanubox Kanusport

Foto: Bureo Skateboards

Die Firma »Bureo Skateboards« stellt Skateboards aus Fischernetzen her. Bisher mussten Fischer in Chile Fangnetze kostenpflichtig entsorgen. Dadurch entledigten sie sich der Netze direkt im Meer vor den chilenischen Küsten. Die Gründer Kevin, David und Ben eröffneten kürzlich Sammelstationen, in denen Fischer Netze kostenlos abgeben können. Die Fischerei-Industrie transportiert die Netze mittlerweile freiwillig zu den Gründern und nutzt so Leerfahrten ihrer LKWs. Dort recyceln sie die Plastiknetze zu Granulat, woraus sie letztlich flansch-neue Skateboards fertigen. »Bureo« bedeutet »die Wellen« in der Sprache der chilenischen Ureinwohner. Der Name passt zum Paddeln. Und Boote? Die Gründer haben mir via Facebook geschrieben, dass sie bereits über Kajaks nachdenken. Wären extrem passend im Neuwarenangebot der ohnehin CO2-neutralen Kanubox. Auch vor den europäischen Küsten, insbesondere in der Nordsee, gibt es (leider) viel Gelegenheit um den Rohstoff für Paddel, Boote und Bekleidung aus dem Meer zu ziehen. 10% des Weltmeerplastikmülls sollen Fischernetze sein. Vielleicht das perfekte nachhaltige Material für »Aqua Anomaly«, nach dem wir suchen?

Plopp: In Deutschland Jobs schaffen

reha-werkstätten-freiburg-schwimmender-schlüsselanhänger

Wir wollen Plopp gerne in Deutschland produzieren. Näharbeiten sind in Deutschland nahezu ausgestorben. Sie sind fast komplett ins Ausland verschoben worden. Nähereien innerhalb Deutschlands zu finden ist ein Knochenjob. In Tschechien erst, findet man so ziemlich die Nächste. Für mich persönlich ist das okay, solange faire Löhne bezahlt werden und gute Arbeitsbedingungen bestehen. Trotzdem ist mein aktuelles Ziel, die Produktion im Inland unter besten Arbeitsbedingungen zu organisieren. Mit unserer lieben Lilli starteten wir letztes Jahr. Die Menge der Vorbestellungen beweist jedoch: Lilli alleine wird bei dieser Nachfrage schnell an ihre Grenzen kommen. Der blau/karierte Plopp mit seinem limitierten Designstoff beispielsweise, ist bereits jetzt so gut wie ausverkauft. Innerhalb Deutschlands fanden wir etwas grandioses: Die REHA Werkstätten in Freiburg schaffen Arbeitsplätze für körperlich benachteiligte Personen unter möglichst normalen Bedingungen. Sie waren sofort bereit, Muster unserer Plopps zu nähen und die Qualität war zweifelsfrei aller erste Güte. Besonders hervorragend an dem Konzept der REHA Werkstätten finde ich, dass sie die sozialversicherungspflichtigen, also vollwertigen, Arbeitsplätze unter möglichst normalen Bedingungen schaffen. Das wollen wir von unserer Seite auch genauso halten. Wir stellen keine geringeren Qualitätsansprüche als wir sie auch an andere Nähereien stellen würden.

Dass es Menschen geben wird, die vor diesem Produktionshintergrund vor dem Kauf eines Plopp zurückschrecken werden, ist mir traurigerweise bewusst. Beeindrucken lasse ich mich davon nicht. Wir werden zwar keine besondere Werbung mit den REHA Werkstätten als Produzent machen, es aber auch nicht verschweigen. Ganz wie in diesem Artikel. Direkt werben, wollen wir damit nicht, da es sich über Kurz oder Lang ohnehin zu einer Mischproduktion entwickeln wird. Vor allem sollte doch die Qualität, Zuverlässigkeit, Arbeitsbedingungen und Produktästhetik die entscheidenden Kriterien für einen Kauf sein. Wer letztlich an der Nähmaschine sitzt, finde ich, sollte ganz und gar keine Rolle spielen.

Was haltet Ihr von dieser doch recht kontroversen Entscheidung? Nutzt die Kommentarfunktion oder schreibt mir per Mail.