Kurzartikel: Boote aus Meeresmüll?

Nachhaltig Kanubox Kanusport

Foto: Bureo Skateboards

Die Firma »Bureo Skateboards« stellt Skateboards aus Fischernetzen her. Bisher mussten Fischer in Chile Fangnetze kostenpflichtig entsorgen. Dadurch entledigten sie sich der Netze direkt im Meer vor den chilenischen Küsten. Die Gründer Kevin, David und Ben eröffneten kürzlich Sammelstationen, in denen Fischer Netze kostenlos abgeben können. Die Fischerei-Industrie transportiert die Netze mittlerweile freiwillig zu den Gründern und nutzt so Leerfahrten ihrer LKWs. Dort recyceln sie die Plastiknetze zu Granulat, woraus sie letztlich flansch-neue Skateboards fertigen. »Bureo« bedeutet »die Wellen« in der Sprache der chilenischen Ureinwohner. Der Name passt zum Paddeln. Und Boote? Die Gründer haben mir via Facebook geschrieben, dass sie bereits über Kajaks nachdenken. Wären extrem passend im Neuwarenangebot der ohnehin CO2-neutralen Kanubox. Auch vor den europäischen Küsten, insbesondere in der Nordsee, gibt es (leider) viel Gelegenheit um den Rohstoff für Paddel, Boote und Bekleidung aus dem Meer zu ziehen. 10% des Weltmeerplastikmülls sollen Fischernetze sein. Vielleicht das perfekte nachhaltige Material für »Aqua Anomaly«, nach dem wir suchen?

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Kurzartikel: Was trägt man beim Paddeln in der kalten Jahreszeit?

Damit das Paddeln auch an kühlen Herbst- und Wintertagen Spaß macht, gilt es geeignete Kleidung zu kaufen: Neoprenanzüge wärmen den Körper und schützen vor kaltem Spritzwasser. Weil Neopren nicht atmungsaktiv ist, können anstrengende Touren schnell zu einer schwitzigen Angelegenheit werden. Einen Kompromiss kann die Kombination von Hosen aus Neopren mit einer qualitativ hochwertigen Paddeljacke darstellen. Ergänzt mit einem langärmligen Vlies stellt sich ein hoher Tragekomfort ein. Darüber hinaus gilt es die Extremitäten vor Unterkühlungen zu schützen: Für den Kopf empfehlen sich beispielsweise dünne Neoprenhauben oder funktionale Mützen aus dem Wintersportbereich, während die Hände mit Neoprenhandschuhen am besten gewärmt werden können. Um die Füße vor Feuchtigkeit und winterlichen Außentemperaturen zu schützen, solltest Du Neoprenschuhe mit einer Stärke von mindestens 5 mm kaufen.

Ausrüstung: Die richtige Schwimmweste finden

Die richtige Schwimmweste ist immer wichtig. In der bevorstehenden kalten Jahreszeit wird sie noch wichtiger, als sie im Sommer ohnehin bereits ist. Und natürlich gibt es für jede Disziplin geeignete und weniger geeignete Schwimmwesten. Ich habe mal diverse Schwimmwesten von Hiko in Bezug auf Disziplinen miteinander in Beziehung gesetzt.

Grundsätzlich ist es für jede Schwimmweste erstrebenswert, die Bewegungsfreiheit des Kanuten möglichst nicht einzuschränken, möglichst viel Auftrieb zu erzeugen und noch großartig auszusehen. Die Meisten Disziplinen fordern zusätzlich Stauraum. In diesem Koordinatensystem bewegen sich verschiedenen Kompromisse. Quasistandard sind verstellbare Gurte an den Schultern und oder der Taille. Die Verwendung von Nylon 210D, einem abriebresistenten Nylon, ist ebenso obligatorisch.

Für Seekajaker und die langen großen Touren

Für die See, die Küste und lange Flusstouren ist es wichtig, dass die Schwimmweste besonders gut ausgestattet ist. Es müssen Schlüssel, Snacks, Karabiner, Messer, Geld und viele andere kleine Dinge untergebracht werden. Ein Handy kann in der Not Leben retten. Wärme und Isolation kommt bei jeder Weste praktisch frei haus. Denn natürlich ist eine Schwimmweste immer auch ein hervorragender Wärmespeicher. Einige Hersteller fördern im Zuge ihrer Entwicklungsarbeit gezielt das Wärmeverhalten der Schwimmweste.

Es ist wichtig, auf auf Wildwasser, dass mindestens zwei Mitglieder in der Gruppe irgendwo einen Wurfsack unterbringen können, ohne davon behindert zu werden. Zwei natürlich für den Fall, dass gerade der Falsche kentert.

Eine, die diese Eigenschaften mitbringt, ist die Hiko Aquiatic Schwimmweste. Sie hat die Wurfsacktasche, ist wärmeoptimiert und bietet viele Täschchen, um jeglichen Kleinkram unterzubringen.

Falls der Wurfsack nicht verwendet wird, kann dort ein Trinkwassertank untergebracht werden. Die Schläuche können durch die vorhandenen Kanäle in der Weste verlegt werden. Die Leuchtgeschosstasche auf der Vorderseite zieht sich mit einem Gummi verlustsicher zu. Bleibt dadurch schnell griffbereit.

Für Wuchtwasser

Safty First gilt im Kanusport natürlich vor allem. Gerne wird unterschätzt, mit welcher Kraft das Wasser durch die naturgemachten Kanäle drückt. Auftrieb kann eine Weste hier nicht genug haben. Doch auch hier muss die Bewegungsfreiheit erhalten bleiben. Hier gilt: Wer schlechter paddelt, schwimmt früher. Unerwartet interessant ist ein Reißverschluss, um im Notfall leicht aus der Jacke herauszukommen. In Ästen und Gestrüpp wird der Lebensretter leicht zur Falle. Auch hier müssen Messer und Wurfsack am Mann sein.

Die Hiko Chinch Harness ist ein guter Kandidat für diese Kategorie. Also für extremes Wildwasser und Rafting. Zusätzlich wird sie nicht selten beim Segeln, im Rodeo, in der Wasserrettung und im Canyoning eingesetzt. Natürlich schadet sie auch niemandem, der auf WW2 eine etwas gemütlichere Gangart einlegt. Ein weitere Kandidat wäre die Salty Dog.

Wettkampftauglich?

Für den Wettkampf ist das natürlich alles Schnickschnack. Die Retter stehen am Rand, egal ob Slalom, Rodeo oder Abfahrt. Hier gilt: Soviel Auftrieb wie nötig bei buchstäblich uneingeschränkter Bewegungsfreiheit. Mehr braucht es nicht.

Die Hiko Swift hat ein sehr schmales Profil. Die flexiblen Seiten ermöglichen eben die benötigte Bewegungsfreiheit. Sie erfüllt die Anforderungen des ICF für den Wettkampfsport im Wildwasser. Ich persönlich setze die Swift so oft es geht ein. Ich verzichte gerne auf jegliches Gedöns, denn schließlich will ich paddeln. Alle Westen bekommt ihr in der Kanubox Corner. Weitergehende Fragen und Anmerkungen in den Kommentaren unten würden mich wie immer interessieren.

Plopp: Jetzt vorbestellbar


Plopp ist jetzt vorbestellbar! Ich freue mich riesig, endlich den Verkaufsstart bekannt zu geben: Ab dem 31. März 2014 können wir Plopp, den handgefertigten, schwimmenden Schlüsselanhänger aus Designstoffen in seinen drei Ausführungen der aktuellen Kollektion liefern. Wir können letztlich sogar einen extrem guten Preis anbieten: €16,95. Das beste: Zur Produkteinführung verzichten wir auf unseren Gewinn und verschenken ganze 2€ an jeden Käufer! Statt €16,95 momentan nur €14,95! Also am besten bestellt ihr jetzt schon vor! In der Kanubox Corner nehmen wir gerne Eure Bestellungen an!

Händler richten größere Bestellungen bitte an retailer@kehrwasser.com.

Viele Grüße, euer Kevin

Sonntagslinks: 3 Tipps für’s Paddeln im Herbst

Canoe

Paddeln im Herbst bedeutet Abpaddeln. Das heißt nicht, dass Schluss ist. Viele Kanuverleiher in Deutschland bieten im Herbst passende Kanutouren an. Ein Deutscher Herbst hat 12,3°C – im Schnitt (Quelle: statista.com). So kurz nach dem Sommer ist das gefühlter Frost. Im Frühling würden wir allerdings bei diesen Temperaturen die ersten Würstchen am Vereinsheim grillen. Im April gibt’s aber durchschnittlich nur 8,1°C.

Doch trotzdem sollte man drei Dinge beachten.

Erstens: Auch bei relativ milden Temperaturen von bis 15°C können bereits Unterkühlungen auftreten. Gerade beim Paddeln. Denn Nässe und Wind haben Auswirkung auf die Unterkühlungsgefahr. Erste Anzeichen einer Unterkühlung sind Muskelzittern und Gänsehaut. Wer die Anzeichen wahrnimmt, sollte schleunigst ans Ufer. Eine gute Isolierung, sprich Thermo-Unterkleidung und Paddeljacke (Besser: Trockenjacke), ist daher Pflicht. Ein Tee vorher, nachher und – wenigstens bei längeren Touren – auch währenddessen schadet sicher auch nicht.

Zweitens: Sehr viele verschätzen sich beim Thema Dämmerung. Im November wird es bereits um 18:00 Uhr dunkel. Späte Feierabendausfahrten sollte man schonmal überdenken. Tipp: Wer bei Google „sonnenuntergang“ eingibt, bekommt über den Suchergebnissen eingeblendet, wann heute die großen Lämpchen an den Straßen angehen werden.

Drittens: Von vielen oft vernachlässigt, wird das Aufwärmen. Wer im Herbst ins Boot steigt, sollte sich vorher mindestens 8 bis 10 Minuten allgemein aufwärmen. Also Hampelmann und so. Danach werden Arme und Beine (und Beine!) gedehnt. Nochmal 5 Minuten.

Wer jetzt behauptet, im Herbst gäbe es nichts als Grau zu sehen, dem beweist noch das Foto oben das Gegenteil. Und wie oft gehst Du im Herbst auf’s Wasser?

Sonntagslinks: Stand-Up-Paddling und die Vogalonga

standuppaddlesurf.net


Es gibt ja viele Verunstalltungen unseres Sportes. Verblüffend, dass dabei teilweise gute Dinge herauskommen. Stand-Up-Paddling ist so eine Abwandlung. Eine hawaianische Verballhornung sowohl des Kanu als auch des Surfsportes. Übliche Verdächtige wie Robson finden sich unter den Herstellern von Ausrüstung. Man steht auf einem Surfbrett und steuert mit einem ewig langen Stechpaddel. Es sieht fast ein bisschen witzig aus. Hat was von übergroßen Telefonhörern oder diese Typen auf Jahrmärkten die auf Stelzen einen riesigen Arztkittel tragen. Auf vielen Fotos sieht der Spaß aber tatsächlich extrem lässig aus. Nicht nur in Wellen, aber hauptsächlich dort. In unvorteilhafter Kulisse oder Pose wird man jedoch leider an dieses „Power-Walken“ erinnert. Deshalb ein Rat an alle die glauben auf diesen Trendzug aufspringen zu müssen: Shorts statt Neoprenanzug, erkennbare Ansätze von Bauchmuskeln und Sonnenbrille sind notwendig, falls das irgendwie gut aussehen soll! Ansonsten hat Heidi leider kein Foto für euch.

Sonntagslink

Ich wurde mal wieder belabert eine Marke zu erwähnen und zu verlinken. In diesem Fall mache ich das sogar, denn ich halte es tatsächlich für einen guten Tipp und schließlich schreiben die Jungs von billiger.de auch einen Artikel über die Kanubox. Jedenfalls vergleicht billiger.de auch die Preise von Kanus. Neuware natürlich. Das Sortiment besteht überwiegend aus Aufblasbötchen aber auch aus einer Reihe von Canadiern, die nicht schlecht verarbeitet aussehen und zu guten Preisen angeboten werden. Schaut Euch die entsprechende Rubrik mal an.

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Zum Abschluss noch der Hinweis auf ein aussergewöhnliches Ereignis. Jedes Jahr ist anpaddeln angesagt: In Venedig. Aus sämtlichen Himmelsrichtungen strömen Paddler herbei und feiern ein Fest auf den Wasserstraßen der Stadt der Liebenden. Gut, der unkreative kann sich darunter eine Altherrentour im Vatertagsstil vorstellen. Man kann aber auch mit ein paar Atzen, einer Kiste gutem Bier und den bereits angesprochenen Shorts und Sonnenbrillen das Ganze zu einem legendären Tagestrip werden lassen. Die Vogalonga – Das lange Ruder – findet dieses Jahr am 27. Mai statt.

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Sonntagslinks: Der Kälte noch was abgewinnen

Komme gerade vom Bootshaus und wen treff‘ ich? Unsern zweiten Vorsitzenden der mit seinem Kanadier Eisbrecher auf’m Untersee spielt. Mein Ding ist das nicht. Auf’s Wasser bringt mich keiner bei diesen Temperaturen. Aber in den Schnee würde ich mich mal wagen wollen.

Hab‘ mich mal umgesehen und es scheint allen Teilnehmern diverser Events riesigen Spaß zu bereiten. Nur leider: Dieses Jahr scheint noch nix geplant zu sein. Das erste offizielle Event – sogar von Red Bull sponsert – fand 2007 in Lienz statt. Paddlerprominenz hatte sich in diesem Jahr auf nach Osttirol gemacht. 4-paddlers.com berichtete damals: Sonntagslink

Tja – und dieses Jahr? Dem Aufruf von Thomas, dem Kollegen von Playboaters, auf der Facebook-Seite der Snowkayak World Championships folgt, sagen wir mal, bescheidene Resonanz. Schade. Sonntagslink

Die ersten Versuche, damals, waren noch sehr unattraktiv. Ich erinnere mich noch an ein Amateurvideo, das als Vorfilm bei der Premiere von „Der Heilige Fluss“ gezeigt wurde. Sah alles ziemlich unbeholfen und nach viel Frust aus. Doch wenn man sich jetzt mal Videos ansieht: Sophisticated. Das aktuellste Video versteckt sich hinter folgendem Sonntagslink.

Hier noch eins von der WM2010 auch in Lienz.

Gute Vorsätze: Wieder fit durch Crosstraining

 

Und? Gute Vorsätze gehabt? Noch ist nix verloren! Wie wär’s mit Crosstraining im Winter? Das hat nichts mit über Stock und Stein hüpfen zu tun. Es kommt – natürlich – aus den USA und bedeutet einfach mal der eigenen (Ausdauer)Sportart fremdgehen. Hervorragend lässt sich alles kombinieren. Laufen, Radfahren, Schwimmen und Paddeln wird zu einem Quadrathlon und ist gerade in der kalten Jahreszeit wärmstens zu Empfehlen. Wie die Marathon-Klassiker zählt das Paddeln eben auch zu den Gesundheitssportarten. Vor allem aber rundet  die Paddelei das klassische Konzept erst richtig ab: Bauch, Beine, Po? Ja klar, aber auch ARuRü: Arm-, Rumpf- und Rückenmuskulatur. Das sind die Regionen, die durch das Kanufahren besonders angesprochen werden.

Raus aus den Gyms und Fitnesstudios! Man könnte ja mal auf die Idee kommen, an die frische Luft und ins Schwimmbad zu gehen. In den Wald und auf den See. Das kalte Wetter gepaart mit den externen Sportarten erhöht die allgemeine Leistungsfähigkeit, schont deinen Bewegungs- und Haltungsapparat sowie dein Herz-Kreislauf-System.

Wenn ihr mich sucht, ich bin im Boot!