Sonntagslinks: Kanusafari, erster Versuch, Finals in Prag,

Immer ein Wahnsinn, wie schnell das Wetter auf Herbst umschlägt. Freitag vor einer Woche saß wir nach dem Paddeln noch bei Pizza und Pasta mit spät am Abend draußen. Vorbei ist das.

Wer das nötige Kleingeld, die nötige Zeit und den nötigen Entdeckergeist hat, der verschiebt den Sommer noch etwas und macht sich auf zu Flusspferd, Krokodil und Elefant. touring-afrika.de zeigt, wie eine Kanusafari in Sambia funktioniert.

Sonntagslink: Kanusafari in Sambia

Der erste Versuch in meinem kleinen Projekt ist leider gescheitert: Vor Kurzem hab‘ ich ja glorreich den Bootshausschlüssel im See versenkt. Im Herbst oder im Winter wäre das echt nich‘ cool gewesen: Kein Mensch am Bootshaus und ich ohne Schlüssel. Statt für eine weitere stillose Styroporkugel, Korkkugel oder Quietscheente, habe ich mich zum Selbermachen entschieden. Der erste Test ging in die Hose, denn das Ding wäre fast ebenso auf dem Grund gelandet. In der nächsten Version werde ich also das Volumen nochmal soweit vergrößern, dass er noch gut aussieht.

Erster Versuch leider missglückt: Dieses Ding hält keinen Schlüssel an der Wasseroberfläche.

Erster Versuch leider missglückt: Dieser Protptyp eines schwimmfähigen Anhängers hält keinen Schlüssel an der Wasseroberfläche.

Heute ist der vierte und letzte Wettkampftag der Slalom WM. Die Halbfinal- und Finalläufe auf dem Moldau-Kanal der ICF Slalom-Weltmeisterschaften 2013 in Prag-Troja werden gleich, ab 12:30 live auf Europort übertragen. Da können wir nochmal Daumen drücken.

Sonntagslink: ICF Slalom WM in Prag auf Eurosport

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Sonntagslinks: Marketingaktion, SternTV, Filmtour, Weltcupsieger, Trace und Nowitzki

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Die Firma Gatz-Kanus aus Köln hat eine tolle Marketingaktion initiiert: Sie haben einige der führenden Outdoorausrüster zusammengetrommelt und sind durch Deutschland gezogen um die Leute paddeln zu lassen. Klarhaben die was davon, aber so funktioniert das: Sie kriegen Aufmerksamkeit, im besten Fall Vertrauen. Und dafür machen sie Aktionen, in dessen Genuss wir ohne Weiteres nicht kommen würden.

Sonntagslink: Kanu on Tour

Bike2Boat. Über die Tour von Olaf Obsommer, Philip Baues und Lukas Wielatt berichtete ich vor Kurzem. Wie sie mit Fahrrädern in Norwegen die Berge hoch und via Wasserweg wieder runter sind. Philip und Olaf waren letzte Woche bei Stern TV und die Tour, die unter Anderem auch durch Kalifornien und Mexiko führte, wurde vorgestellt. Direkt der erste Spot war nicht sehr Glücklich. Kurz nach der Kante setzte Phlip auf und musste im Rücklauf aussteigen. Sein Kommentar: „Da hab‘ ich mir direkt mal die Rüstung verbeult.“ Das trifft, ist witzig, unterhaltsam und zugleich der Aufhänger für den Stern TV Moderator, die Risikokarte zu spielen. Die ist ja immer der Knackpunkt. Die Enthusiasten versuchen zu verharmlosen. Erfahrung macht schon viel aus, doch letztlich muss sich gerade der Extremsportler, ehrlich mit der Frage auseinandersetzen, was er mit seiner Erfahrung beeinflussen kann. Bei einem Gefälle von 35% und mehr, kann mir kein Paddler erzählen, er könne noch irgendetwas kontrollieren – auch nicht mit 30 Jahren Erfahrung. Unser Bewusstsein hinkt der Realität eine drittel Sekunde hinterher. Da ist also Autopilot angesagt. Wer da mit kalkuliertem Risiko kommt, soll mir mal eine Zahl nennen. Tatsache ist, dass erhebliche Risiken eingegangen werden. Die einzig richtige Argumentation zu dem Thema ist, dass es die eigene Entscheidung ist. Die Frage nach der Familie ist natürlich berechtigt. Doch letztlich muss selbst diese Entscheidung, wie der Extremsportler damit umgeht, muss in seiner Hand bleiben. Die Gesellschaft hat dabei kein Mitspracherecht.

Sonntagslink: Stern TV – die ganze Sendung

Obsommer veranstaltet auch in diesem Jahr wieder seine beliebte Filmtour, in denen die bei Stern TV angeschnittenen Themen mit Sicherheit ausführlich behandelt werden. Die Termine findet Ihr in einem Artikel des Kanumagazins. Am 15. Oktober geht’s los.

Sonntagslink: Trailer – Auf der unendlichen Suche nach dem Flussgott

Breaking News gab es Gestern, Samstag 24. August: Sebastian „Schubi“ Schubert und Sideris Tasiadis gewinnen Gesamtsieg beim Weltcupfinale. Der fehlerlose Lauf hatte 98,44 Sekunden. Tasiadis fuhr ebenfalls fehlerlos, in 105,49 Sekunden im C1 auf Platz 8, der ihm für die Gesamtwertung reichte. Das Siegerfoto ist herrlich. Am 11. September geht es mit der WM in Prag weiter.

Sonntagslink: Weltcup-Sieger

Ein sehr cooles Gerät wäre der Trace. Zumindest, wenn die Crowdfunding Kampagne auf der Funding-Plattform Kickstarter erfolgreich ist. Das Gerät soll, zumindest für Skateboarder, Tricks mit dem Smartphone erkennen können, protokollieren. Wahrscheinlich, damit man am Ende des Tages auf Facebook damit angeben kann. Das Ding kann man sich wie die Outdoor-Cams irgendwo auf’s Boot heften, denn das Teil ist Wasserdicht. Jetzt frage ich mich allerdings zwei Dinge: Das Smartphone muss ich dann im Boot haben? Und: Das Ding kann nicht einfach so wissen, wie die Moves gehen. Sicher müssen die erst einprogrammiert werden. Der schöne Skatepark, der in den Screenshots zu sehen ist, wer programmiert den ein? Da an Paddler erstmal niemand denkt, sollte man sich das Funden überlegen. Wir hatten das Crowdfunding ja schonmal mit dem Outdoor-Tablet – was ein wesentlich durchdachteres Projekt ist.

Sonntagslink: Trace

Mit „Go for gold“ wünscht Dirk Nowitzki unserem Kanu-Polo-Team für die EM in Polen viel Erfolg:

Sonntagslinks: Daggers neues Boot, die dunkele Seite von RED BULL, Bodensee

Dagger ist zumindest derzeit recht aktiv in sozialen Netzwerken. Sie kündigen ein neues Boot an. Man weiß noch nicht was es werden wird. Täglich kann es kommen, so Dagger auf Facebook. Manche spekulieren auf einen neuen Nomad.

Wirst Du diesen Marketingtrick mitgehen? Dann bleibt Dir nichts, als regelmässig die Dagger Website aufzusuchen.

Sonntagslinks: Dagger Website

Das Kajak Magazin hat einen schönen Artikel über das Paddeln auf dem Bodensee rausgehauen. Auch interessant die Beschreibung des Sturmwarnsystems. Und auch sehr wichtig.

Sonntagslink: Kajak Magazin über Bodensee

Über RED BULL lief eine interessante Reportage beim ARD. Doch Vorsicht bei diesen ZDF und ARD Reportagen. Man hat das Gefühl, sie wünschen sich den Skandal so sehr, dass sie ihn überall sehen. McDonalds als Drogendealer, der unsere Kinder verführt und sie ein Leben lang abhängig macht. Apple als totalitäres Regime, das den gesamten Planeten unter sein digitales Joch stellen möchte. RED BULL kommt in der aktuellen Reportage ebenso schlecht weg. Als skrupelloses Unternehmen, das im Zweifel Menschen für sich in den Tod springen lässt. Sogar sektenähnliche Strukturen werden dem Unternehmen unterstellt. Dass es bei den Aktivitäten, die RED BULL fördert und in meinen Augen oft einfach erst ermöglicht höchst Tragisches passieren kann, ist nichts anderes als eine Wahrheit. Nicht mehr aber natürlich auch nicht weniger.

Sonntagslink: Die dunkele Seite von RED BULL

Links: Rheinente, 25 Jahre Extremstaffel und Kanulädchen die Erste.

Wie lange braucht der Rhein von der Quelle bis zur Nordsee? Das war eine Zuschauerfrage bei „Kopfball“. Das Team startete ein interessantes Experiment: Eine Quitscheente wurde technisch aufgerüstet und zu Wasser gelassen. Den Bodensee musste sie umtragen, denn bis sie den auf natürlichem Wege durchquert hätte, wäre sie mindestens vier Jahre unterwegs. Ganz allein gemeistert hat sie den Rheinfall und auch mit größeren Frachtern ist sie mittlerweile fertiggeworden. Ich finde das Experiment amüsant. Warum sie von manchen Natascha getauft wurde und wo sie gerade ist, erfahrt ihr unter folgendem

Sonntagslink: Rheinentenexperiment bei Kopfball in der ARD

Es geht seit 25 Jahren den Berg hinauf, mit dem Paragleiter wieder runter, mit dem Kajak 7 Meter in die Tiefe, mit dem Fahrrad ins Ziel. Wir gratulieren dem Tiroler Extremsportevent zum Jubiläum.

Sonntagslink: Der Dolomitenmann

Es gibt unzählige Kanushops im Netz. Man kann sich allerdings darüber streiten, ob die meisten sich genug Mühe geben. Onlinebezahldienste wie Paypal werden den Kunden nicht angeboten, Design und Layout scheinen von Beamten in Zulassungsstellen erdacht. Ein Laden überraschte mich letzte Woche jedoch bei Facebook: Seine Werbung für den Kanuflohmarkt wurde kreativ gestaltet und passt zum restlichen Shopdesign der Firma. Ausserdem schreibt EKÜ einen gar nicht mal uninformativen Blog. Dennoch ein Tipp: Werbung für ein Event in Niedersachsen sollte man nur Nutzern anzeigen, die aus der Region sind. Man nennt das regionales Targeting. Das schützt sowohl den Werbenden als auch den Umworbenen vor sinnloser Werbung.

Sonntagslink: Der Blog von EKÜ

Ich habe mir überlegt, auf den einen oder anderen Kanuladen mit Onlineshop etwas näher einzugehen. Welche Erfahrungen mit Kanushops im Netz habt ihr bereits gemacht. Wo kauft Ihr am liebsten? Schreibt mir an kevin.heusinger@kanubox.de.

Sonntagslinks: TV im Netz, Tiber und Florida

Live im Fernsehn war auch mal mehr Kanuslalom. Dass der Deutsche Kanuverband die Videoplattform Kanutube, nach Youtube-Vorbild ins Netz gestellt hat, ist für mich vor allem vorbildhaft, zukunftsorientiert und internetaffin. Vereine und selbst andere Verbände können davon lernen. Davon profitieren alle. Ganz praktisch profitieren wir am nächsten Wochenende. Denn die Olympiaqualifikation (Slalom) wird aus Augsburg live übertragen.

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Mit dem Kanu nach Rom

Ruhiger geht es in einem tollen Artikel der Süddeutschen zu. Es heißt ja viele Wege führen nach Rom, der einzige, der heute noch spannend ist, ist der Tiber. Das römische Imperium, der Diktator Mussolini und Wein sind Themen, die sich auf dem Tiber wohl nicht umtragen lassen. Reizvoll – in hektischen Tagen wie ich finde.

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Weniger kultiviert, dafür erheblich naturbelassener und ungleich gefährlicher geht es wohl in den Everglades in Florida zu. Wer wusste, dass es dort einen 90 km Waterway inmitten tausender winziger Inseln gibt? Das Ganze ist wohl auch nichts für Greenhorns. Scheinbar gibt es kaum Rastmöglichkeiten und Unterschlupf. Da sollte man peinlichst auf den Wetterbericht achten. Schließlich ist Florida ja nicht gerade dafür bekannt, ein ausgesprochen verlässliches Klima zu haben. Was schwimmt denn sonst so im Golf von Mexiko herum?

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Osterlinks: Herzrythmusstörungen, tödliche Tasmansee, das Kanu zum überleben

„Bis zuletzt war die Hoffnung da, aber jetzt ist auch die Hoffnung gestorben. Da sind bei einem Routinecheck Dinge zutage getreten, von denen ich nichts geahnt habe“. Birgit Fischer kann ihr Comeback nicht durchziehen. Das war wohl die News der Woche. Drei Ärzte und der DKV-Mannschafftsarzt untersuchten Birgit und kamen zum selben Ergebnis: Herzrythmusstörungen. Seit letztem Herbst hat Birgit offenbar hart trainiert um nach ihrer letzten in Athen, auch in London wieder die Goldmedaille zu holen – mit 50 Jahren. Hoffnung bleibt noch: Ende des Monats wird auf der Regattabahn in Duisburg-Wedau die 2. Quali stattfinden. Mit einer Ausnahmeregelung des DKV könnte Birgit dort an den Start gehen. Denk‘ an Deine Worte Birgit: „Du musst Dir nichts mehr beweisen“.

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(Foto: Wikipedia)

Im Kanu kann es ernst werden, nicht nur im Wettkampf. Wir bleiben christlich, osterlich und besinnen uns: Das Kanu wurde zu einem Zweck konstruiert. Um die Existenz ging es. Im südindischen Hinterland der Malabarküste im Bundesstaat Kerala liegt ein tiefverzweigtes Wasserstraßennetz: Die Kerala Backwaters. Auf diesen Straßen kämpfen Menschen in Kanus für ihre Familien. Sie angeln, handeln mit Fisch, Kokosfasern, ernten Cashews und Reis. Eindrucksvolle Bilder lassen sich im Fotopedia Magazin bestaunen.

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Wie auf geradezu perverse Art und Weise die Lebensnotwendigkeit zu einer Lebensbedrohung umgekehrt werden kann, zeigt der Rekordwille des Australiers Andrew McAuley in der Dokumentation „Solo: Vermisst auf hoher See“. Sie versucht die zweifelhafte Motivation eines Extremsportlers zu ergründen und stellt die Frage: „Wieso war er so besessen davon?“ Wie es sich für eine seriöse Dokumenation gehört bewertet sie nicht die Ereignisse und doch zeigt sie, was dieser Mensch mit seiner Sucht nach dem Moment, in dem Du weißt „Jetzt muss ich nochmal alles mobilisieren, um hier heil heraus zu kommen“, unverantwortlich handelte. Er starb bei dem Versuch, mit einem ungetestet modifiziertem Kajak die selbst für Schiffe teils unbefahrbare Passage im Pazifik zu überqueren. Wenn man sich vorstellt, länger als 24 Stunden zwischen 10 Meter hohen Wellen und bei Windgeschwindigkeiten von 100 km/h pausenlos zu manövrieren, gegenzusteuern und letztlich kontinuierlich zu paddeln wird einem vielleicht der Wahnsinn klar. Natürlich nicht bei schönem Wetter und die meiste Zeit ist es stockdunkel.

Die Dokumentation gibt es online noch bis morgen früh 2:00 Uhr bei Arte +7 kostenlos zu sehen. Es lohnt sich auf jeden Fall.

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