Wie man beim Kanushopping die Umwelt schützt

CC-BY EHRENBERG Kommunikation

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Selbstverständlich sind wir die ersten: Der Strom, den die Kanubox inklusive Store und Blog braucht, lassen wir jetzt CO2 neutral produzieren. Wer gerne im Netz unter anderem nach Ausrüstung zum Paddeln sucht, hat sich vielleicht schonmal überlegt, wie paradox es ist, morgens auf dem Bach der Natur zu frönen und Abend beim Kanuonlineshopping CO2 ohne Ende zu produzieren. Wir haben das abgeschafft und soweit ich recherchieren konnte, sind wir die ersten. Ole. Mal sehen, wann die anderen nachziehen. Bei den Preiskämpfen, die sie sich leisten, wohl nie.

Ein gutes Gewissen beim Kanushopping: Kanubox CO2-neutral

Unser Rechenzentrum und Data Center bezieht nun 100% des benötigten Stroms aus Aquastrom des Elektrizitätswerks »Opfikon« in der Schweiz (In der Schweiz steht es aus Sicherheitsgründen). In Opfikon wird der Strom durch natürlich zufließendes Wasser erzeugt und stammt aus Pumpspeichern. Bei einem Service für Paddler, darf es eigentlich gar nicht anders sein. Alle Leistungen der Kanubox werden also nun ausschließlich mit erneuerbarer, CO2- und klimaneutraler Energie betrieben. Wir sind schon ein wenig stolz auf uns und unsere Betreiber.

Leider arbeiten die Elektrizitätswerke selbst nicht ganz emissionsfrei. Bis sie das können, werden diese Emissionen durch Kooperation mit der Non-Profit-Organisation »myclimate« ausgeglichen. Wir können damit tatsächlich sagen: Ihr surft bei uns 100% klimaneutral.

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Kurzartikel: Boote aus Meeresmüll?

Nachhaltig Kanubox Kanusport

Foto: Bureo Skateboards

Die Firma »Bureo Skateboards« stellt Skateboards aus Fischernetzen her. Bisher mussten Fischer in Chile Fangnetze kostenpflichtig entsorgen. Dadurch entledigten sie sich der Netze direkt im Meer vor den chilenischen Küsten. Die Gründer Kevin, David und Ben eröffneten kürzlich Sammelstationen, in denen Fischer Netze kostenlos abgeben können. Die Fischerei-Industrie transportiert die Netze mittlerweile freiwillig zu den Gründern und nutzt so Leerfahrten ihrer LKWs. Dort recyceln sie die Plastiknetze zu Granulat, woraus sie letztlich flansch-neue Skateboards fertigen. »Bureo« bedeutet »die Wellen« in der Sprache der chilenischen Ureinwohner. Der Name passt zum Paddeln. Und Boote? Die Gründer haben mir via Facebook geschrieben, dass sie bereits über Kajaks nachdenken. Wären extrem passend im Neuwarenangebot der ohnehin CO2-neutralen Kanubox. Auch vor den europäischen Küsten, insbesondere in der Nordsee, gibt es (leider) viel Gelegenheit um den Rohstoff für Paddel, Boote und Bekleidung aus dem Meer zu ziehen. 10% des Weltmeerplastikmülls sollen Fischernetze sein. Vielleicht das perfekte nachhaltige Material für »Aqua Anomaly«, nach dem wir suchen?

Stollen statt Stausee: Ohne Gebirgsseen Energie speichern

Die erneuerbaren Energien sind unbeständig. Was machen, wenn nachts kein Wind weht? Denn ohne Sonnenlicht und Wind bleibt in Deutschland mit der Energiewende der Kühlschrank warm und die Küche kalt. Also was machen? Als Backup doch auf Kohle oder gar Atom setzen? Der 16. Juni 2013 war so ein Zufallstag: Am Tage erzeugten die Windräder und die Sonnenkollektoren in Deutschland so viel Strom, dass unsere Netze überlastet worden wären, hätte sich kein Verbraucher gefunden. Deutschland musste 60€ pro Energieeinheit (kwh) an Österreich zahlen, damit diese unseren Ökostrom in ihr Netz ließen. Damit pumpten sie ihre Gebirgsseen voll, so wie sie halt ihre Energie speichern. Am Abend aber kehrte sich die Situation ins genaue Gegenteil: Keine Sonne, kein Wind und Deutschland musste aus den Nachbarländern für weitere 30€ pro kwh Strom nachkaufen – auch aus Österreich.

In dieser Situation muss sich auch der radikalste Naturfreund eingestehen, dass wir kurzfristig ohne die Kohle wohl nicht über die Runden kommen können. Doch solche Sachlagen sind zum Glück nicht in Stein gemeißelt, im Gegenteil: In ihnen macht die Not erfinderisch. Die oben geschilderte Begebenheit zeigt bereits, welche Technik einen Ausweg bietet: Die Energiespeicherung. Bei meinen Recherchen stieß ich auf nicht wenige ratlose Politiker, die hilflos durch die brillante Erkenntnis, dass es in Deutschland nicht so wahnsinnig viele Berge gibt, den Rückweg zur Atomenergie vorschlagen. Die etwas geistreicheren unter ihnen zogen immerhin in Betracht, die Energie in den Bergen Norwegens speichern zu lassen. Die Norweger bieten uns das jedenfalls an. Immerhin, doch wage ich zu bezweifeln, dass der Energietransport von der Nordsee in die norwegischen Berge einfacher zu realisieren ist, als der nach Süddeutschland. Und der ist ja bereits alles Andere als einfach.

Um so begeisterter war ich, als ich in den Recherchen auf das Konzept „Innovation City“ stieß. Ausgerechnet in meiner Heimatstadt spielt sich dieser Geniestreich ab. Statt das Wasser von Gebirgsseen durch Turbinen in die Donau fallen zu lassen und dann bei Energieüberschuss wieder hinaufzupumpen, drehen sie im Ruhrpott den Spieß um: Sie lassen das Wasser durch Turbinen in die nutzlos gewordenen Stollen des Bergbaus fallen und pumpen es bei Energieüberschuss wieder hoch. Nach der Kohle herrschen im Ruhrgebiet nämlich leere Kassen. Die Stollen, die über 150 Jahre die größten Energielager Deutschlands waren, sind leer. Und damit sind auch die Leute ohne Arbeit. Werden plötzlich, nachdem Essen 2012 Kulturhauptstadt war, die Kumpel zu Künstler? Sicher nicht. Mit den unterirdischen Pumpspeichern wird der Kohlenpott zum Akku Deutschlands und nicht wenige stünden wieder in Lohn und Brot bei bodenständiger und ehrlicher Arbeit. Zu schön um wahr zu sein.

Sonntagslinks: Flohmarkt bei Kanutotal, Outdoor Podcast, Wildnisabenteuer und Kieler Bucht

Diesmal gibt’s einen Kanugebrauchtmarkt in Düren/NRW. In Aldenhoven veranstaltet Michael Rademacher seinen Gebrauchtbootmarkt. Zwei mal jährlich findet der statt, der aktuelle Termin ist Samstag, 31.8. von 10 bis 14Uhr. Das Verkaufen ist kostenlos und Michael kauft auch evtl. Boote an. Also: Im Kalender anstreichen!

Sonntagslink: http://www.kanutotal.de/gebrauchtbootmarkt.html

Ich wusste gar nicht, dass die Jungs von outdoor-spirit.de auch einen Podcast über Outdoorthemen rausbringen. Ein Podcast ist eine Art Radiosendung von Moderator-Laien, so wie dieser Blog eine Art Magazin von einem Journalismus-Laien ist.  Wenn sich die beiden Moderatoren erfrischend ehrlich und ungeschminkt über ihre Themen unterhalten, ist das aber dennoch gute Unterhaltung. Aufgrund der Ehrlichkeit und Spontanität teils unterhaltsamer als so manches durchgeplantes, produktüberplaziertes Radioformat. Neben anderen Themen ging es in der letzten Ausgabe auch um RENCOE.com. Circa ab Minute 16. Hört mal rein!

Sonntagslink: Outdoor-Spirit Podcast #12 – Iss doch Wurscht

Die Familie Holger, Petra, Sarah und Lennart ist draußen zuhause. Im Netz berichten sie über Erfahrungen und Abenteuer mit der gesamten Familie. Immer wieder setzte es sie ins Kanu. Der letzte Beitrag auf ihrem Blog „Wildnissabenteuer“ schweift nicht so weit in die Ferne, sondern in den Kanupark. Holger schreibt über sich und seine Familie: „Heute, nach vielen gemeinsam erlebten schönen Stunden, aber auch nach eiskalten Zeltnächten in über 5000m Höhe, tagelangem Paddeln gegen Stürme, schweißtreibenden Dschungelwanderungen, mühsamen Portagen, Myriaden von Moskitos und vielem mehr, kann ich sagen, dass unsere Entscheidung richtig war, und die Wildnisabenteuer mit Familie unser wohl schönster Lebensabschnitt sind.“

Sonntagslink: Costa-Rica-Paddeln im Kanupark

Kiele BuchtAngesichts der aktuellen Pläne des Energiekonzerns RWE Dea, in der Kieler Bucht wieder Öl zu fördern, kommen mir die Querulanten, die Stromtrassen von den Offshore-Windanlagen der Nordsee ins Landesinnere torpedieren noch alberner vor, als sie es ohnehin schon sind. In Kiel kämpft derweil der grüne Umweltminister von Schleswick-Holstein Robert Habeck gegen die Frackingvorhaben der Ölkonzerne. Hoffentlich mit Erfolg.

Sonntagslink: Neue Ölbohrungen in Kieler Bucht

Kanubox präsentiert Rencoe: Vermiete Dein Kanu

Boatsharing bedeutet: Vermiete Dein Kanu! RENCOE.com ist endlich online und ist komplett auf den privaten Verleih von Kanus, SUPs und Surfboards ausgelegt. Der Verleih von Privat an Privat ermöglicht Euch, Gleichgesinnte zu treffen und etwas Geld nebenher zu verdienen. Mal ehrlich: Wie viele Tage des Sommers ist Dein Boot tatsächlich auf dem Wasser? Auch professionelle Kanuvermietungen können den Service nutzen um einerseits der Kanugemeinde einfachste Buchungswege zu bieten und durch unser Buchungssystem andererseits die eigene Organisation zu verbessern.

Das Einstellen von Booten ist kostenlos und völlig ohne Risiko, denn Verleihen ist kein muss. Anfragen können ohne Weiteres abgelehnt werden. Zum Beispiel wenn Du keine Zeit hast oder Dein Boot selber benutzt. Die nahtlose Integration von Paypal bietet Sicherheit gegen Betrüger und Zahlungsausfall.

Die Idee ist aus den allseits bekannten Problemen mit Kanuvermietungen erstanden. Überbuchung, mäßig qualitative Ausrüstung, sperrliche Informationen, unzeitgemäßer Buchungsvorgang etc. Wir wollen mit Rencoe einfach erreichen, dass vorhandene Boote aus den Garagen kommen, Bootsbesitzer durch die Einnahmen zu besserem Equipment kommen oder sich davon mal eine internationale Tour leisten können. Paddler sollen auch ohne eigenes Boot und/oder ohne Auto an interessante Orte kommen, wo kein Verleihunternehmen verfügbar ist. Wir wollen erreichen, dass es auch günstige Alternativen gibt. Es soll gemeinsam konsumiert werden, um Spaß zu haben und die Umwelt zu schonen. Es gibt so viele Gründe, warum Rencoe ein großartiges Projekt ist.

Rencoe wird nicht die Welt verändern – Es ist einfach ein sehr nützlicher Dienst, der hoffentlich schon bald aus dem Kanusport nicht mehr wegzudenken sein wird.

Rencoe am technischen Zahn der Zeit

Mit den neusten Technologien steht Euch ab jetzt ein System zur Verfügung, das komfortabel und intuitiv zu bedienen ist. Rencoe führt Dich durch die kurzen Prozesse der privaten Kanuvermietung und begleitet Dich und den Mieter bei der gesamten Tour. Und trotzdem haben wir noch Verbesserungen und diverse technische Hilfen in Planung: Wir sind noch nicht am Ende!

Gewinnspiel

Am Gewinnspiel nimmt jeder automatisch teil, der ein Boot, eine Surfbrett, ein SUP etc. inkl. Bild zum Verleih anbietet. Wie gesagt: Kostenlos und ohne Risiko. Der Gewinner gewinnt ein ETREX10 Navigationsgerät und der zweite und dritte Gewinner erhält wahlweise eine DVD oder Blue-ray der European Outdoor Film Tour 2012/13. Stellt jetzt Eure Boot ein, gewinnt und verdient Euch etwas dazu!

Kanubox-Mitglieder können sich übrigens direkt anmelden, ohne sich zu registrieren!

Kanusportler: Konsumieren wir eigentlich viel?

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18.750 neue Boote pro Jahr. Mal zwei, mal drei Boote am Tag. Bei Prijon in Rosenheim gibt es keine Akkordproduktion. Zwei bis drei Boote pro Jahr bedeutet bei 250 Arbeitstagen 625 Boote pro Jahr. Die anderen Hersteller kommen natürlich dazu. Nicht nur Lettmann. Ich brauche sie nicht alle aufzuzählen. Bei all denen wird eher mehr produziert. Nur mal grob angenommen, 30 Hersteller würden weltweit in dem Maße wie Prijon produzieren, dann wären das 18.750 Boote, die jedes Jahr die Lager verlassen. Dazu kommen noch Helme, Schwimmwesten, Paddeljacken etc.

Wie bereits angekündigt, will ich meine These nochmals untermauern, dass nicht das einfache Paddeln problematisch ist, sondern das Drumherum. Der Konsum.

Will ich jetzt den großen Spielverderber spielen? Keineswegs! Natürlich stellen selbst 18.750 Boote jedes Jahr kein größeres Umweltproblem dar. Stichwort Motorboote, Autorennen. Aber zumindest PE verrottet nicht in Jahrhunderten. Es wird nicht von Bakterien, Tieren oder Pflanzen in den natürlichen Kreislauf integriert. Auch wenn PE, verglichen mit PVC, den blauen Engel verdient, ist es nicht unbedenklich. Über die Zeit gibt PE viele seiner chemischen Zusatzstoffe an die Umwelt ab.

Unser Sport ist keine Umweltfalle aber: Es geht darum, den eigenen Mist wegzuräumen. Wir haben uns was ausgedacht, das den Komfort in unserem Kanusport erhöht und gleichzeitig Überkonsum vermeidet. Bleibt gespannt! In Kürze zeigen wir, wie man aus 18.750 Booten vielleicht 9.000 jährlich macht und auf nix verzichten muss.

Ist der Kanusport wirklich eine Umweltsünde?

Ist unser schlechtes Gewissen eigentlich gerechtfertigt? Der Umweltschutz beim Kanusport ist seit Jahrzehnten ein Thema. Die Flüsse seien übernutzt. Tiere und Pflanzen würden beeinträchtigt. Ufer würden beschädigt. Und und und… Aber wie viel ist da eigentlich dran und vor allem: Wie wird Frosch und Fichte denn ganz praktisch geärgert? Das ist die eine Frage.

Und der Konsum? Der Sport veranlasst uns zu einem besonderen Konsum – das wird häufig nicht beachtet. Paddeljacken, Spritzdecken und Boote müssen hergestellt und transportiert werden. Wir kaufen ein. Ein Auto verbraucht auch nicht weniger, wenn es 5 Boote auf dem Dach hat. Aber eins nach dem anderen.

Das Maß der Umweltbelastung im Vergleich zu anderen Freizeitaktivitäten darf eigentlich keine Rolle spielen. Wir räumen den Mist weg, den wir machen, egal wie groß die Misthaufen anderer sind. Dennoch komme ich mir mit meinem schlechten Gewissen recht dämlich vor, wenn am Rande eines Naturschutzgebietes das Goldkettchen links neben mir sein Häschen mit 50PS und 75 Dezibel zum Plantschen ausfährt.

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Wann stellen Biber das Bibern ein?

Wie beeinflusst Du den Fluss, indem Du deine Paddelschläge setzt? Jedem ist klar, dass er seinen Müll, den er auf den Fluss bringt, auch wieder mit herunter nimmt. Dass Ufer durch reges Einaussteigen nicht besser werden, leuchtet auch ein. Aber dass Fische nicht laichen, weil mein Paddel plätschert oder mein Boot den Grund tangiert? Stellen Biber das Bibern ein, weil ein Paddler gegen ihren Bau rummst? Dazu findet man nur Behauptungen. Ich bin der Meinung, dass die Natur gut mit den meisten Dingen leben kann und bin ohnehin der Meinung, dass die Natur kein Museum ist und der Mensch selbst zu ihr gehört.

Als eine Grundlinie für naturbewusstes Paddeln hält der DKV unter anderem fest, dass „der Kanusportler die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft zu schätzen habe, um gerade auch den Erlebnis- und Erholungswert in seinem eigenen Interesse nicht zu schmälern“. Das ist der eigentliche Grund der ganzen Langezeitdebatte. Wir wollen keine zertretenen Pflanzen, keine ausgerissenen Wurzeln. Doch die Wahrheit ist – so unmotivierend sie ist – solange keine Müllinseln und Ölteppiche über die Flüsse treiben, werden Welse  weiter wuseln.

Und wann ist ein Gewässer „übernutzt“? So richtige Definitionen und Zahlen gibt es da nicht. Wieso gibt es keine Regelung, wie viele Vermieter pro Flusskilometer ansässig sein dürfen. Der Begriff „Übernutzung“ wird eigentlich in der Wissenschaft benutzt, um zu beschreiben, ab wann Gewässer durch landwirtschaftliche und industrielle Nutzung die Wasserversorgung gefährden. Ist „Übernutzung“ also eher ein Kampfbegriff?

Der Paddler verhält sich also naturgemäß, wenn er seinen Müll bei sich behält, die Blümchen nicht zertritt, die Äste und Wurzeln sich selbst überlässt und respekt vor den Naturbewohnern zeigt. Ein schlechtes Gewissen  brauchen wir ansonsten nicht zu haben.

Merinoschafe in Farmen ferchen.

Das Konsumverhalten hat die entscheidenden Wirkungen. Nicht das Paddeln selbst. Wenn man mal die Kilometer betrachtet, die man mit dem Auto pro Jahr zurücklegt um seinem Hobby nachzugehen, dann ist das schlechte Gewissen angemessen. „Möglichst Fahrgemeinschaften bilden und öffentliche Verkehrsmittel benutzen“, schlägt der DKV vor. Herr Schaffner, wo sollen die zwei Kanadier und das Kajak hin? Wie soll das gehen? Die Herstellung, beispielsweise von PE-Booten ist problematisch, da Erdöl die Grundlage für diesen Kunststoff bildet. Außerdem sind die Rohstoffe dafür (Propylen und Ethylen) leicht entzündlich. Um den Pokal im Verein zu lassen: Die meisten anderen Kunststoffe sind gefährlicher. Dennoch könnte PE auch aus Bioethylen gewonnen werden, doch das wird in der Praxis noch nicht gemacht. Nicht von Prijon, nicht von Eskimo oder Gatz. Die Kunstfaser, aus der unsere Paddelhemden und Jacken hergestellt werden, wird häufig aus Polypropylen hergestellt, dass zur gleichen Kategorie wie PE gehört – den Polyolefinen. Damit gilt für die Kleidung das Gleiche, wie für die Boote. Alternativen sind schwer zu finden. Ob wir lieber noch mehr Merinoschafe in australische Farmen ferchen wollen? Auch hier gilt vielleicht, lieber Langer und Lettmann als Dagger und Necky – Einfach um große Warenreisen zu verhindern.

Und tatsächlich wollen wir da etwas gegen tun. Hoffentlich schon nächste Woche, können wir Euch ein Projekt neben der Kanubox vorstellen, was in den Bereichen Konsum, Übernutzung und Transport Entlastung schaffen kann. Schaut also wieder vorbei und über Kommentare zu diesem Thema würde ich mich echt freuen.

Update: Wir haben Rencoe.com gestartet… Lasst uns unser Material teilen und was für unseren Geldbeutel, unsere Mobilität, unseren Sport und unser Klima tun!

Sonntagslinks: Videos aus der Timeline

Grönland? Wieder eines dieser Ziele, die sich jeder vornimmt und niemand macht. Ich würde vorschlagen, All-Inclusive fällt diesen Sommer flach, vielleicht auch nächsten Sommer. Dafür: Paddeln in Grönland. Kosten: 1000EUR An- und Abreise + 35EUR Kanu Leihgebühr pro Tag + Unterkunft macht Pi mal Daumen 2000 Euro. Für ein Lebensabenteuer ist das ein fairer Preis.

Kayaking in Greenland – Rough.Real.Remote. from media.gl on Vimeo.

Olaf Obsommer macht dauernd solche Dinge. Und verdient damit sogar Geld. Der macht das richtig. 2010 war er in Russland unterwegs. Fährt er den selben russischen Geländebus, den Markus Lanz durch die Mongolei fuhr? Wie heißen die Dinger?

Auch wenn das Paddlerherz beim Anblick eine Dammes in der Regel ausblutet, ist es an gewissen Stellen doch einfach Sinnvoll. Ja, liebe Freunde: Wer keine Atomkraftwerke will, aber Licht, fließend Wasser und sonstige Annehmlichkeiten, der muss mit unschönen Wasserkraftwerken und Offshore Windparks leider leben. Wenn Sie doch nur schöner wären und ginge es doch ohne sie.

Jetzt, in den nächsten Monaten dürfen wir einen neuen Film erwarten. Es soll um das „HidroAysén“ Projekt gehen. Fünf Dämme sollen in die Baker und Pascua Flüsse der Aysen-Region in Patagonien (Südlichster Zipfel von Südamerika). Ein paar Jungs und Mädels wollen aufklären und vielleicht auch ein bisschen Spaß haben.

Somos del Rio – Teaser from Reel Motion on Vimeo.

Und in der Kategorie „Freestyle trick of the year“ des „Rider of the Year Awards“ gewann Dane Jackson.

Best Trick Entry – DANE JACKSON (USA) – Airscrew clean blunt combo – Minibus, Ottawa River, Canada. from Rider of the Year Awards on Vimeo.

Sonntagslink: Sie könnten das Gift auch direkt in See und Fluss kippen

Ist es wohl eine gute Idee, Biozid unter die Grundwasserschichten zu pumpen? Der Name dieser Chemikalie ist interessant: Er bedeutet „Leben töten“. Kein Witz. „Bios“ ist griechisch für „Leben“ und „zid“ steht in all diesen Stoffen zur Schädlingsbekämpfung für „caedere“ – und das bedeutet „Töten“ auf Latein. Zum Glück ist diesem Gemisch zusätzlich Paraffin beigefügt. Als Gegengewicht. Paraffin wird nämlich zum Schutz von Lebensmitteln eingesetzt und von der EU als tollerierbar eingestuft. Vor allem da es auch Bestandteil vieler Arzneien ist, muss es Gesund sein. Am Ende sollte uns beruhigen, dass Paraffin je nach Herstellungsmethode auch als Petroleum verkauft wird.

In NRW ist das nun vom Tisch, dafür geht es nun am Bodensee weiter. Rhein in Flammen bekommt so eine völlig neue Bedeutung. Aber hey, ganz im Ernst: Das sind seriöse Unternehmen. Da gibt es viele Wissenschaftler, die das Ganze schon unter Kontrolle haben werden. So wie den Kerosinsee in Köln. Da liefen ja auch nicht weit mehr als 10.000 Liter Flugzeugtreibstoff ins Erdreich und kontaminierten auch nicht das Grundwasser. Doch! Genau das ist passiert. Und wie war das noch mit dieser Bohrinsel von BP im letzten Jahr? Alles unter Kontrolle?

Sonntagslink: Schöner Artikel im Kölner Anzeiger

Der preisgekrönte Dokumentarfilm Gasland brachte vielen diese Problem überhaupt erst auf den Schirm. Die Szene in dem sie in Frackinggebieten ihr Leitungswasser anzünden, bleibt im Gedächtnis. Wer bestreitet nun, dass dabei das Fracking der Grund dafür ist? Genau: Die beteiligten Firmen und Behörden. Das Umweltamt von Colorado stellt in einer Untersuchung fest, dass in keinem der Fälle, das Hydraulic Fracking die Ursache war (s. Wikipedia). In den 60er Jahren stellten die Tabackkonzerne schon fest, dass Rauchen nicht ungesund ist.

Aber gut, dass wir mit Polen nun ein Testgebiet bekommen. Da haben die Wissenschaftler der Gaskonzerne ihre Chance  beweisen zu können, dass Fracking nicht nur nicht schädlich, sondern vor allem eine Bereicherung für Flora und Fauna darstellt. Natürlich ausschließlich im Sinne der Wahrheitsfindung.

Sonntagslink: Frankreich hat das Fracking bereits verboten. In Polen geht es los.

Auf politropolis findet sich dieser Film dazu:

Führerscheinfrei unter 15 PS

I’m on a boat, bitch! Bald kann mein kleiner Bruder (16) mit seinen Kumpels auf Motorbooten um die Wette heizen. Ganz ohne Führerschein. Ich freu mich so für ihn. Der Gewinner kriegt die Frau und den Schnapps. Daumendrücken! Auf den Seen Deutschlands ist ohne Frage zu wenig los. Die Feinstaubbelastung ist hier zu Lande kein großes Problem und Papi wollte schon immer mal Motorboot fahren. Tretboote werden schließlich auch langweilig. Eine super Idee, einfach die Führerscheinpflicht für Motorboote bis 15PS abzuschaffen. Danke Herr Ramsauer und Bravo! Bald ist ja Weihnachten und mir gingen schon die Geschenkideen aus. Die Erderwärmung ist ohnehin ein rein natürliches Phänomen. In Zeiten der Krise muss der Staat kreativ werden. Da schrecken Motorbootsführerscheine nur ab und wie sollen wir so die Kaufkraft erhöhen? Reicht doch, wenn Umweltzonen für Autofahrer eingeführt werden.

Petition dagen auf change.org. Es werden nur noch 4 (nur VIER!) Unterschriften benötigt!

Sagt was!